Fantasy & Science Fiction Rezensionen

Die Beschenkte


Autor: Kristin Crashore
Hier in Deutschland erschienen: September 2009
Genre: Fantasy
Empfohlen: ab 14
ISBN: 3551582106
Persönliche Einschätzung:

Kurzbeschreibung: „Er schien plötzlich nicht zu wissen, was er sagen sollte, schaute nach unten und spielte mit seinen Ringen. Er holte Luft und rieb sich den Kopf, und als er ihr wieder das Gesicht zuwandte, hatte sie das Gefühl, seine Augen seien nackt, sie könne direkt durch sie hindurch ins Licht seiner Seele sehen. Sie wusste, was er sagen würde.“ Als Katsa dem geheimnisvollen Prinzen von Lienid begegnet, weiß sie sofort, dass auch er beschenkt ist – sie ist sich nur nicht sicher, mit welcher Gabe. Katsa dagegen ist in allen sieben Königreichen bekannt und gefürchtet: Sie hat die Gabe des Tötens. Nur Bo, der fremde Prinz, scheint keine Angst vor ihr zu haben und ringt beharrlich und mit viel Geduld um ihr Vertrauen. Im Kampf gegen einen König mit einer teuflischen Gabe werden sie auf ihrem gemeinsamen Weg durch Schnee und Eis, über Meere und Gebirgsketten zu Verbündeten… (via Amazon)

Rezension: Die Welt, in der Katsas Geschichte spielt, ist in sieben Königreiche unterteilt. Unter den Bewohnern dieses Königreiches tauchen immer wieder Anomalien auf, die Beschenkten, erkennbar an zwei unterschiedlichen Augenfarben (bei Katsa blau und grün). Dies kann zum Beispiel die Gabe des Hörens, des Kletterns, des Schwimmens oder der Prophetie sein. Katsas Gabe als Beschenkte ist die Gabe des Tötens, so scheint es zunächst. Doch trotz allem hat sie die Möglichkeit, sich gegen das Leben, das sie führen muss, zu entscheiden und geht mit Prinz Greening, Bo genannt, der ebenfalls ein Beschenkter ist.
Obwohl Katsa eigentlich so gar nicht mit Menschen klar kommt – kein Wunder, wenn immer alle Angst vor ihr haben – öffnet sie sich Bo nach und nach und die beiden entdecken schließlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zwischen sich…

Die Charaktere sind schön ausgearbeitet, allerdings etwas einseitig. Katsa beispielsweise wirkt manchmal meiner Meinung nach nicht ganz „rund“. Bo und Bitterblue (furchtbarer Name…) dagegen wirken besser ausgearbeitet. Trotzdem ist die Idee und die Umsetzung wirklich schön zu lesen und unterhaltsam; die knapp 500 Seiten hatte ich an zwei Tagen verschlungen ;)

Fazit: Eine schöne Fantasy-Geschichte, die ich jedem ans Herz legen möchte, der nicht den ganz großen, epischen Endzeitkampf sucht, sondern etwas eher Ruhiges, aber nichts desto trotz Spannendes :) Schade finde ich nur, dass die Folgebände nicht mehr von Katsa handeln, sondern von anderen weiblichen Charakteren aus dieser Welt, was aber mittlerweile ja leider Standard in diesem Bereich zu sein scheint.

Ich hatte überlegt, den dritten Band über Bitterblue noch zu lesen.
Kann mir jemand sagen, ob sich der lohnt? ^^

Ein Kommentar

  • Reply
    Sabine Schültke
    27 März, 2014 at 08:53

    Ich kannte die Reihe bislang gar nicht, deswegen kann ich dir das nicht sagen ;) Bin grundsätzlich Fantasy nicht abgeneigt, allerdings klingt die Kurzbeschreibung jetzt nicht so nach meinem Geschmack, ist vielleicht einfach nur unglücklich formuliert – deine und die Amazon Bewertungen sprechen ja eigentlich für sich :) Aktuell habe ich auch noch 12 years a slave vor mir, vllt versuche ich danach mal wieder was in Richtung Fantasy :)

    Liebe Grüße
    Sabine von Zuckermischwerk

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