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Jugendbücher Rezensionen

Bleib bei mir, Sam

Die Geschichte um Sam und Julie hatte ich bereits durch das amerikanische Bookstagram kennengelernt, da sie dort regelrecht gehyped wurde. Eigentlich hätte ich allein vom Klappentext her nicht unbedingt nach dem Roman gegriffen, da es schon ziemlich traurig und dramatisch klingt. So war ich dann aber doch neugierig. Wie mir die Geschichte der beiden gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Sobald ich die augen schließe, setzt die Erinnerung ein, und ich bin wieder dort, wo alles begann.

Bleib bei mir, Sam, S. 5.

Worum geht es?

Julie und Sam sind drei Jahre zusammen, als Sam plötzlich unter tragischen Umständen ums Leben kommt. Julie ist in tiefer Trauer und zieht sich in ihr Zimmer zurück. Sie schafft es nicht mal, zu Sams Trauerfeier oder der Beerdigung zu gehen, sondern kapselt sich von allen ab. In ihrer Verzweiflung versucht sie schließlich, Sams Handy anzurufen, in der Hoffnung, eine Mailboxansage mit seiner Stimme zu hören. Doch dann geht Sam selbst ans Telefon. Julie hat keine Ahnung, wie das funktionieren kann, doch sie ist einfach glücklich, weiter mit Sam sprechen zu können. Doch dann beginnt sie, sich nur noch auf die Telefonate auszurichten und vergisst, selbst ihr Leben zu führen…

Rezension

Die Geschichte wird ausschließlich aus Julies Perspektive erzählt. Als Protagonistin werden ihre Trauer und ihr Leid sehr deutlich, man fühlt regelrecht mit. Ihr Verhalten anderen gegenüber ist auch irgendwie verständlich, da sie gerade ihren Freund verloren hat. Trotzdem ging es mir gegen Ende eher auf die Nerven, dass sie in ihrer Situation so empathielos ist. Daher habe ich mich gefreut, dass im Roman eine Weiterentwicklung stattfindet. Die Dynamik der beiden mochte ich dagegen sehr, sie ist ebenso schön wie traurig.

Die Handlung springt zwischen Erinnerungsfetzen aus ihrer gemeinsamen Zeit und Julies Leben nach Sams Tod. Dabei begleitet man Julie durch verschiedene Phasen ihrer Trauer bis zu ihrem Highschool-Abschluss und darüber hinaus. Leider war mir der Kontext, in dem die beiden Kontakt hatten, ein wenig zu abgedreht. Ich habe bis zum Schluss auf eine “logische” Auflösung gehofft, daher hat mich das Ende leider nicht zufriedengestellt.

Der Schreibstil hat mir übrigens sehr gut gefallen. Die ganze Geschichte hat eine ganz eigene Poesie, man kann sich richtig in den Worten verlieren. Den Autor Dustin Thao werde ich auf jeden Fall im Blick behalten! Zudem ist natürlich das Cover ein ganz besonderes Highlight, hier freue ich mich, dass CBJ das Original übernommen hat. Ein echtes Schmuckstück im Regal, vor allem mit dem passenden Farbschnitt. ❤

Bleib bei mir, Sam

“Du wirst mich nicht noch mal plötzlich verlassen?”
“Das werde ich nicht, Julie. Versprochen. Ich bleibe, solange ich kann.”

Bleib bei mir, Sam, S. 105.

Mein Fazit

Insgesamt konnte mich die Geschichte von Julie und Sam also leider nicht ganz überzeugen. Julie war mir vor allem im Mittelteil zu selbstsüchtig und empathielos, dazu kommt noch der “Kerngedanke” des Romans, der mich leider nicht zufriedengestellt hat. Trotzdem ist es eine emotionale und berührende Geschichte über die Frage, wie man weitermachen soll, wenn der Partner nicht mehr da ist. Daher gibt es dennoch eine Leseempfehlung. ❤

Daher bewerte ich “Bleib bei mir, Sam” mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Bleib bei mir, Sam
Autor*in: Dustin Thao
Hier in Deutschland erschienen: November 2022
Genre: Jugendbuch
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-570-16650-5
Seitenzahl der Printausgabe: 336 Seiten
Preis: 16€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem CBJ Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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