Jugendbücher Rezensionen

Thieves’ Gambit

Zugegeben, Thieves’ Gambit hatte ich als Neuerscheinung erst gar nicht auf dem Schirm. Dann bin ich aber zum Glück durch den Bloggernewsletter darauf aufmerksam geworden – denn dieses Buch war für mich echt ein Highlight! Warum es mir so gut gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Eine Quest kann niemandem auf der Welt trauen – außer einer anderen Quest.

Thieves’ Gambit, S. 7.

Worum geht es?

Rosalyn Quest ist die Tochter einer legendären Diebesfamilie. Ihr ganzes Leben wurde sie darauf trainiert, weltweit die größten Coups durchzuziehen. Doch gerade als sie ihren Ausstieg aus dem Familienbusiness plant, wird ihre Mutter gefangen genommen. Rosalyns einzige Chance, ihre Mutter zu retten: die Einladung zum Thieves‘ Gambit, einem Wettbewerb für Nachwuchsdiebe, die sie eigentlich abgelehnt hatte. Wer den Wettbewerb gewinnt, erhält einen Wunsch, der sich durch Macht, Geld oder Einfluss erfüllen lässt. Ohne zu wissen, worauf sie sich einlässt, nimmt Ross die Einladung zum Thieves‘ Gambit an. Ihre Gegner sind unberechenbar. Und der Wettkampf ist brandgefährlich – auch für ihr Herz. (Klappentext)

Rezension

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Rosalyn Quest – kurz Ross – erzählt, die aus einer Familie von Dieb*innen stammt. Ich mochte sie vor allem für ihre analytischen Gedankengänge auf der einen und ihre absolut nachvollziehbaren Struggles zwischen Pflicht und eigenen Wünschen auf der anderen Seite. Es ist einfach spannend, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Ross ist eine BIPoC Protagonistin, ebenso wie weitere Teilnehmenden des Gambits. Auch verschiedene Sexualitäten werden ganz natürlich in die Geschichte eingewoben – und nicht als “besonders” herausgestellt. Das mochte ich beim Lesen sehr! Die anderen Teilnehmenden des Gambits waren überwiegend auch spannend, vor allem Noelia und natürlich Devroe, den Love Interest. Ein paar andere Charaktere blieben dagegen leider eher blass, vor allem die, die relativ früh aus dem Gambit ausgeschieden sind.

Die Handlung beginnt sehr abrupt und man steigt sofort in Ross’ Leben als Diebin ein. Man begleitet sie auf den ersten Raubzügen und kommt dann ziemlich schnell zum Gambit und den verschiedenen Spielrunden. Überhaupt ist das Buch ein absoluter Pageturner! Vor allem die letzten hundert Seiten sind richtig genial und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Es gibt jede Menge Intrigen, Plottists und unerwartete Schachzüge von Ross und ihren Freunden. Da kommen absolute Lupin- und Sherlock-Holmes-Vibes auf! Das Ende war (für mich) dann ein wenig drüber, vor allem die Auflösung mit ihrer Mutter fand ich einfach nicht ganz nachvollziehbar. Hier hätte ich mir noch ein paar mehr Details gewünscht.

Pluspunkte gibt es ebenfalls noch für die Gestaltung. Das Buch ist einfach unfassbar schön, vor allem mit den Goldakzenten und dem Farbschnitt. Definitiv ein Schmuckstück im Regal!

Thieves' Gambit

Das Spiel war aus, wir hatten gewonnen.
Warum fühllte es sich dann so an, als hätten wir verloren?

Thieves’ Gambit, S. 195.

Mein Fazit

Insgesamt bietet Thieves’ Gambit jede Menge Potenzial für eine geniale Geschichte: Jede Menge Spannung und Plottwists, eine großartige und sympathische Protagonistin und ein sehr diverser Cast an Charakteren. On top gibt’s noch einen krassen Cliffhanger, der definitiv neugierig auf Band 2 macht. Von mir gibt’s also eindeutig eine Leseempfehlung.

Daher bewerte ich “Thieves’ Gambit” mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Thieves’ Gambit
Autor*in: Kayvion Lewis
Hier in Deutschland erschienen: Februar 2024
Genre: Jugendbuch
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-423-76502-2
Seitenzahl der Printausgabe: 416 Seiten
Preis: 20€ als gebundene Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem DTV Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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