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Fantasy & Dystopie Rezensionen

Unchained

Jennifer Armentrout ist eine meiner liebsten Urban Fantasy Autorinnen, spätestens seit der LUX-Reihe mag ich ihre Bücher wirklich gern. Mit Unchained ist zum ersten Mal ein Standalone für Erwachsene herausgekommen und allein das Cover war es schon wert, dass das Buch einziehen durfte. So unfassbar schön! Aber auch der Klappentext – gefallene Engel und Dämonenjäger – klang spannend. Ob mich Jennifer erneut überzeugen konnte, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Falls ihr noch andere Bücher von Jennifer Armentrout kennenlernen wollt, findet ihr auf dem Blog eine Rezension zum Standalone Cursed und eine Rezension zum ersten Band der Wicked-Trilogie.

Ich habe nie an deiner Liebe gezweifelt, Lily.
Sie hat mich gerettet und auf eine Weise heil gemacht,
wie nichts anderes das vermocht hätte.

Unchained, S. 424.

Worum geht es?

Seit Lily als Kind in der Freistatt aufgenommen wurde, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Dämonen und gefallene Engel zu jagen und zu töten. Denn als Nephilim ist das ihre heilige Pflicht. Das ist jedoch gar nicht so einfach, denn die gefallenen Engel haben mit Menschenfrauen Kinder gezeugt, die theoretisch Nephilim hätten werden können. Wenn sie jedoch auf die dunkle Seite gezogen wurden, werden sie zu Kriechern, die den gefallenen Engeln dienen und für sie unschuldige Menschen in Zombie-Dämonen verwandeln. Also jede Menge Gegner für die Nephilim, denen sie kaum Herr werden können. Dazu kommt noch, dass die Nephilim in den eigenen Reihen einen Verräter haben, der neuerwachte Nephilim an die gefallenen Engel meldet, weshalb sich Lily auf die Suche nach dem schwarzen Schaf macht.

Und als wäre das nicht schlimm genug, tritt seit einiger Zeit auch noch regelmäßig der gefallene Engel Julian in Lilys nächtliche Jagdpläne – und ist dabei so gar nicht böse und blutrünstig, sondern stattdessen hilfsbereit und zudem sehr an Lily interessiert. Zunächst versucht sie noch, Julian zu widerstehen, aber schnell stellt sie fest, dass das zwischen ihnen etwas Besonderes ist. Doch nun muss sie sich entscheiden, zwischen der Pflicht der Freistatt gegenüber und ihren Gefühlen für den gefallenen Engel…

Rezension

Die Geschichte wird aus der Perspektive von mehreren Charakteren erzählt, wobei Lily die meisten Abschnitte einnimmt.. Die ist eine echte Powerfrau, lässt sich in der männerdominierten Nephilim-Welt nichts sagen und steht für sich und ihre Ansichten ein. Das tut sie jedoch nur so lange, bis Julian ihr den Wind aus den Segeln nimmt. Sie gibt ihm zwar immer noch verbal Kontra, trotzdem ist sie mir hier ein wenig zu nachgiebig gewesen. Julian dagegen ist zwar ein interessanter Charakter, allerdings bleiben seine Ambitionen lange im Dunkeln. Hier hätte ich mir auch ein paar Abschnitte aus seiner Perspektive gewünscht, die gibt es nämlich nicht. Stattdessen tauchen viele männliche Nephilim auf: Nathaniel, Michael, Luke, Remy und noch einige mehr. Bis man da den Überblick hat, dauert es leider ein wenig, was den Lesefluss zu Beginn etwas gestört hat.

Die Handlung selbst fand ich richtig spannend. Das Konzept aus gefallenen Engeln, die sich ihre eigene böse Armee aus ehemaligen Nephilim aufbauen, war toll umgesetzt und detailliert erklärt. Man konnte sich extrem gut in die Situation hineinversetzen. Zwar waren es ein wenig Parallelen zum Schattenjäger-Universum von Cassandra Clare (nicht zuletzt durch den Nephilim-Begriff, wobei der natürlich nicht „patentiert“ ist), das hat aber das Lesevergnügen nicht geschmälert. Die Szenen zwischen Lily und Julian – und davon gibt es einige – waren mir persönlich etwas zu sehr „drüber“ und ein wenig übertrieben. Man hat auch nach dem ersten Mal verstanden, wie toll gefallene Engel im Bett sind, danke auch. Da habe ich am Ende sogar ein wenig überblättert, weil mir das einfach zu stereotyp war. Schade.

Die Sprache von Jennifer Armentrout mag ich immer noch sehr, wobei ich einschränken muss, dass mir die Szenen zwischen Lily und Julian von der Ausdrucksweise her etwas zu vulgär und direkt waren. Das ist insgesamt aber definitiv Geschmackssache, da muss sich jeder selbst ein Urteil bilden. Die Gespräche zwischen den Charakteren und auch die Beschreibungen waren aber definitiv unterhaltsam.

Unchained

Die Sache würde nicht leicht werden für sie. Aber […] sie beide waren es wert.

Unchained, S. 424.

Mein Fazit

Insgesamt haben mich die Nephilim auf ihrer Jagd nach den gefallenen Engeln sehr gut unterhalten. Es ist zwar momentan ein Standalone, insgesamt gibt es aber definitiv Potenzial für weitere Bände (eventuell mit Michael in der Hauptrolle?). Das Setting war spannend und die Liebesgeschichte auch interessant, nur die Bettszenen waren mir etwas sprachlich etwas zu vulgär. Zudem hatte ich zu Beginn definitiv Schwierigkeiten, mich in der Freistatt und unter den Charakteren zurechtzufinden.

Daher bewerte ich „Unchained“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Unchained
Autorin: Jennifer Armentrout
Hier in Deutschland erschienen: April 2021
Genre: Urban Fantasy
ISBN: 3492282466
Seitenzahl der Printausgabe: 432 Seiten
Preis: 15€ als Taschenbuchausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Piper Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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