Jugendbücher Rezensionen

Little White Lies

Little White Lies

Seit “The Inheritance Games” ist Jennifer Lynn Barnes aus dem deutschen Young Adult Bereich nicht mehr wegzudenken. Mit “Little White Lies” ist im Mai 2025 der erste Band einer neuen Dilogie erschienen. Da ich bisher noch nichts von der Autorin gelesen hatte, wollte ich es mit dem neuen Roman nun auf jeden Fall mal ausprobieren. Wie mir der Auftakt gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Ich habe ihn dafür bezahlt, mich zu küssen.

Little White Lies, S. 35.

Worum geht es?

Seit Sawyers Geburt vor achtzehn Jahren sind sie und ihre Mom sehr gut ohne ihre reiche Südstaatenfamilie ausgekommen. Doch als Sawyers Großmutter plötzlich vor ihr steht und ihr eine halbe Million Dollar bietet, wenn sie an der diesjährigen Debütantinnensaison teilnimmt, kann sie nicht ablehnen. Das ist ihre Chance, endlich herauszufinden, wer ihr Vater ist! Und schon befindet sich Sawyer mitten in einer Welt voller Geld, Perlenschmuck und Intrigen. Schnell merkt sie, dass hier jeder ein Geheimnis hat und wer zu viel nachfragt leicht in Gefahr gerät. (Klappentext)

Rezension

Die Geschichte wird überwiegend aus der Perspektive von Sawyer erzählt, die nach einem “normalen” Leben plötzlich in die High Society und die zugehörige Debütantinnen-Saison der Südstaaten geschubst wird, und sich dort erstmal irgendwie zurechtfinden muss. Dabei scheinen ihr nicht alle wohlgesonnen zu sein, was die Geschichte von der Grundidee her auf jeden Fall spannend macht. Sawyer hat jedoch ihre ganz eigenen Gründe, dort zu sein, denn sie will wissen, was damals mit ihren Eltern passiert ist – und wer ihr Vater ist, über dessen Herkunft ihre Mutter immer geschwiegen hat. Leider war mir Sawyer als Protagonistin zu wenig nahbar. Das lag auch an dem distanzierten Schreibstil, trotz ihrer Probleme konnte ich leider nicht so richtig mit Sawyer mitfühlen. Auch die Beziehungen der anderen Debütant*innen untereinander wirkten eher distanziert als authentisch. Schade!

Gut gefallen hat mir aber der generelle Vibe, irgendwie ein Mix aus High Society Events, Crime und Suspense Parts und College Vibes. Die Handlung selbst ist spannend, weil Sawyer gleichzeitig versucht, ihre Zeiel zu erreichen, und trotzdem die Aufgaben der Debütant*innen erfüllen muss. Das ist interessant konstruiert und auch spannend zu lesen (vor allem durch einige unerwartete Plottwists!), durch die erwähnte Distanz der Protagonist*innen bleibt es aber leider trotzdem etwas oberflächlich.

Zudem gibt es in der Handlung viele Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wobei sich die Vergangenheit langsam der Gegenwart annähert. Das fand ich sehr spannend gemacht. Dem gegenüber stehen allerdings große zeitliche Abstände zwischen den Kapiteln aus der Vergangenheit, die für mich nicht immer Sinn ergeben haben. Hier hätte ich mir eine komprimiertere Handlung gewünscht.

Little White Lies

Debütantinnen und Kavaliere spielen gern. […]
Falls ich fehle… spielt jemand falsch.

Little White Lies, S. 84.

Mein Fazit

Insgesamt konnte mich die Geschichte von Sawyer also leider nur in Teilen überzeugen. Ich mochte den Crime und Suspense Anteil, leider waren mir jedoch die Protagonist*innen zu distanziert gestaltet und ihre Emotionen kamen nicht wirklich bei mir an. Daher gibt es von mir nur eine eingeschränkte Leseempfehlung und ich werde den zweiten Band vermutlich auch nicht lesen.

Daher bewerte ich “Little White Lies” mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Little White Lies
Autor*in: Jennifer Lynn Barnes
Hier in Deutschland erschienen: Mai 2025
Genre: Suspense, Jugendbuch
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-570-31689-4
Seitenzahl der Printausgabe: 448 Seiten
Preis: 16€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem CBJ Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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