Fantasy & Dystopie Rezensionen

Godkiller-Trilogie #2: Sunbringer

Sunbringer

Der erste Band der Godkiller-Trilogie hat mich besonders durch den komplexen Weltenbau und die spannenden Charaktere überzeugt. Das Ende von Band 1 war zudem ein krasser Cliffhanger und hat neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Wie mir Band 2 – Sunbringer – gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Noch ein Hinweis: Die drei Bände der Trilogie bauen aufeinander auf. Falls ihr Band 1 – Godkiller – noch nicht gelesen habt, wird euch dieser Beitrag spoilern. In diesem Fall empfehle ich euch die Rezension zum Auftaktband: Godkiller-Trilogie #1: Godkiller

Er brauchte mehr. Er brauchte eine Nation.
Er musste ein Gott werden.

Sunbringer, Kapitel 1.

Worum geht es?

Nach König Arrens Verrat ruft Elogast voller Wut zur Rebellion auf und entfesselt einen Krieg. Zu Skedis Entsetzen ist Inara fest entschlossen zu kämpfen. Je mehr er versucht, sie abzuhalten, desto schwächer wird das Band zwischen ihnen. Und nicht nur das – Skedi entdeckt, dass er nicht der einzige Gott ist, mit dem Inara eine Bindung eingehen kann. Währenddessen hat Kyssen keine andere Wahl, als sich gegen ihre Freunde zu richten: Sie muss den König um jeden Preis retten … (Klappentext)

Rezension

Der zweite Band der Sunbringer-Trilogie punktet wieder mit spannenden Charakteren, allen voran Kyssen und Skediceth, die beide nochmal deutlich mehr Tiefe bekommen. Besonders Kyssen bleibt für mich eine faszinierende Figur, obwohl sie überraschend wenig Pagetime hat – schade, denn sie hätte meiner Meinung nach definitiv mehr Raum verdient. Skediceth entwickelt sich ebenfalls spannend weiter, während Elogast und Inara, die im ersten Band beide sehr sympathisch wirkten, in diesem Teil leider eher schwach waren. Die Beweggründe und Entscheidungen waren nicht immer nachvollziehbar, was mich oft etwas ratlos zurückgelassen hat. Durch die verschiedenen POVs der vier bekommt man aber zumindest von allen einen Eindruck.

Das Worldbuilding ist wie bereits im ersten Band komplex und detailliert. Besonders die Götterwelt fand ich sehr ansprechend und gut integriert, sie verleiht der Geschichte einen besonderen mystischen Touch. Doch trotz dieser Stärken gab es in den ersten zwei Dritteln der Handlung wenig Spannung. Fast die gesamte Handlung dreht sich um politische Themen – wer kämpft gegen wen, wer verbündet sich mit wem –, was die Geschichte oft statisch wirken lässt. Leider kommt dabei die eigentliche Handlung kaum voran, sodass man sich manchmal wünscht, dass mehr passiert. Die letzten 50 Seiten entschädigen zumindest ein wenig für das langsame Tempo zuvor. Hier nimmt die Geschichte Fahrt auf, die Auflösung ist spannend und überraschend und macht definitiv neugierig auf den finalen Band der Trilogie.

Sprachlich ist der Roman ansprechend, allerdings gibt es sehr wenig Erklärungen. Vieles muss man sich aus dem Kontext erschließen, da es kaum Infodumps gibt. Das erfordert beim Lesen definitiv eine gewisse Aufmerksamkeit und kann manchmal etwas anstrengend wirken.

Sunbringer

Jetzt musste Kyssen nur noch eines tun – überleben.

Sunbringer, Kapitel 3.

Mein Fazit

Insgesamt ist “Sunbringer” ein komplexer zweiter Teil mit tollen Figuren und starkem Worldbuilding, der aber durch das langsame Vorankommen der Handlung und die fehlende Spannung in den ersten zwei Dritteln für mich leider eher schwach war. Die letzten 50 Seiten retten die Geschichte nur zum Teil, lassen jedoch auf ein starkes Finale hoffen.

Daher bewerte ich “Sunbringer” mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Sunbringer
Autor*in: Hannah Kaner
Hier in Deutschland erschienen: August 2024
Genre: High Fantasy
ISBN: 978-3-492-70922-4
Seitenzahl der Printausgabe: 496 Seiten
Preis: 18€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Piper Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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