Fantasy & Dystopie Rezensionen

Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge

Manchmal braucht es nicht die großen Kämpfe und epische Magiesysteme, um mein Fantasy-Herz zu begeistern – manchmal reichen auch kleine Zauber, eine sprechende Pflanze und jede Menge cozy Atmosphäre. Genau das bietet Sarah Beth Dursts Spellshop – Vom Zauber der kleinen Dinge, ein Roman, der mich vom ersten Kapitel an fesseln konnte. Warum ich Kielas Geschichte so toll fand, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Es war nicht so, dass sie Menschen nicht mochte.
Sie mochte bloß Bücher lieber.

Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge, S. 15.

Worum geht es?

Kiela hat es nicht so mit den Menschen – was als Bibliothekarin auch kein Riesenproblem ist. Doch als in der Hauptstadt des Reiches eine Revolution ausbricht und fast die gesamte Bibliothek den Flammen zum Opfer fällt, flieht sie auf eine entlegene Insel und beginnt noch einmal ganz von vorn. Sie bezieht ein kleines, gemütliches Cottage, kocht fantastische Marmelade und lernt ihre Nachbarn kennen. Mit dem durchaus attraktiven Seepferd-Züchter von nebenan bahnt sich sogar so etwas wie eine … Geschichte an.

Doch auch auf der Insel werden Kiela und ihre sprechende Zimmerpflanze Caz mit Problemen konfrontiert. Zum Glück befinden sich in den Bücherkisten, die sie vor dem Feuer retten konnte, einige nützliche Zaubersprüche, mit denen sie die Dinge ins Lot bringen könnte. Wenn es nur nicht strengstens verboten wäre, sie anzuwenden. (Klappentext)

Rezension

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Kiela erzählt, einer introvertierten Bibliothekarin, die ihre Tage am liebsten allein und in aller Ruhe verbringt. Doch trotz ihrer Naivität und ihrer etwas weltfremden Art wirkt Kiela durchweg sympathisch. Man kann sich gut in die hineinversetzen und mit ihr mitfühlen. Einen spannenden Gegenpol zu Kiela bildet Kaz, ein sprechendes Spinnenkraut (also eine sprechende Pflanze!). Seine schlagfertige, offenherzige Art sorgt immer wieder für humorvolle Szenen. Zusammen sind die beiden ein unschlagbares Duo, das sowohl Humor als auch eine tolle Freundschaft für die Geschichte mitbringt.

Neben Kiela und Kaz begegnet man einer Vielzahl an Charakteren, die so einzigartig wie liebenswert sind. Besonders Larran, Kielas Love Interest, und Bryn, eine treue Begleiterin und Bäckerin der Insel, mochte ich sehr. Mein Highlight ist jedoch Miep – ein sprechender und laufender Kaktus, der versehentlich hergezaubert wird. Miep ist nicht nur niedlich, sondern bringt auch immer wieder unerwartete Wendungen in die Handlung.

Auch die Welt, in die Kiela fliegt, ihre Heimatinsel, ist einfach wundervol. Mit einer Fülle von magischen Kreaturen und schillernden Details wird diese Welt greifbar. Auch wenn das Magiesystem nicht allzu tiefgehend erklärt wird, fügt es sich perfekt in die Vibes des Romans ein und unterstützt den Fokus auf die Beziehungen der Figuren. Die Romantik im Buch ist hier nur angedeutet. Gerade Kiela bleibt lange ahnungslos, was die Gefühle betrifft, die sich zwischen ihr und Larran entwickeln. Hier hätte ich mir deutlichere Gespräche oder stärkere emotionale Momente gewünscht. Zwar passt diese Zurückhaltung gut zur entspannten Atmosphäre des Romans, mir haben aber ein wenig die Vibes gefehlt.

Während es durchaus einige spannende Momente gibt, bleibt das Abenteuer stets „in Slow Motion“. Dadurch kann man die wunderbare Atmosphäre zu genießen, ohne sich von nervenaufreibender Spannung überfordert zu fühlen. Es ist (für mich) die perfekte Mischung aus Gemütlichkeit und Fantasy. Am Ende geht zwar alles ziemlich schnell, bis auf die letzten drei Kapitel kann man das Buch aber einfach so weglesen.

Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge

Man konnte nicht gleichzeitig Marmelade essen und traurig sein,
das war einfach unmöglich.

Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge, S. 152.

Mein Fazit

Insgesamt ist Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge ist ein echter Wohlfühlroman. Sarah Beth Durst verzaubert mit einer Welt voller skurriler, liebenswerter Charaktere, magischer Wesen und einer sanften, cozy Atmosphäre. Der Roman mag nicht mit epischen Kämpfen punkten, dafür bleibt er mit seiner liebevollen Gestaltung lange im Gedächtnis. Von meiner Seite gibt es definitiv eine Leseempfehlung!

Daher bewerte ich “Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge” mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Spellshop: Vom Zauber der kleinen Dinge
Autor*in: Sarah Beth Durst
Hier in Deutschland erschienen: September 2024
Genre: High Fantasy
ISBN: 978-3-596-71094-2
Seitenzahl der Printausgabe: 496 Seiten
Preis: 25€ als gebundene Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Fischer TOR Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

Ein Kommentar

  • Reply
    Aleshanee
    6 Dezember, 2024 at 07:53

    Schönen guten Morgen!

    Freut mich, dass es dir auch so gut gefallen hat! Mit “cozy” hab ich es ja meist nicht so, aber ich fand das Cover so allerliebst, dass ich es einfach damit versuchen wollte – und ich war sehr positiv überrascht über diese wunderschöne und zu Herzen gehende Geschichte <3

    Liebste Grüße, Aleshanee

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