New Adult & Romantik Rezensionen

Verliebt in deine schönsten Seiten

Ich mag Bücher, in denen es um Bücher geht. Das fing schon mit Tintenherz an und ging weiter mit NA-Romanen, in denen es um Damen oder Herren geht, die sich im Bereich Journalismus oder Buchgeschäft bewegen. Damit passte der Klappentext von „Verliebt in deine schönsten Seiten“ in mein Schema, obwohl ich den Titel furchtbar kitschig finde. Da klingt der Originaltitel „Beach Love“ definitiv eingängiger oder? Ob mich das Buch über January und Gus, zwei Autoren unter Schreibdruck, überzeugen konnte, erzähle ich euch heute.

„Ich glaube nicht an Happy Ends“, sagte er. „Das Leben ist im Grunde nur eine Reihe von guten und schlechten Momenten, bis man stirbt – ich wage mal zu behaupten, dass das wohl eher zu den schlechten Momenten gehört. […] Und Liebesromane sind am schlimmsten. Ernsthaft, nenne mir eine echte Liebesgeschichte, von der du glaubst, dass sie wie die verdammte Bridget Jones geendet hat.“

Verliebt in deine schönsten Seiten, S. 73.

Worum geht es?

Zu Beginn des Romans zieht January schweren Herzens in das Strandhaus ihres verstorbenen Vaters ein. Zum Einen, weil sie kein Geld hat, um sich weiter selbst eine Wohnung leisten zu können, und zum Anderen, weil ihr Vater sich dieses Strandhaus mit seiner Geliebten geteilt hat. Dass er überhaupt eine Geliebte hatte, erfahren January und ihre Mutter erst auf dessen Beerdigung. Und seitdem ist Januarys Bild von der großen Liebe ins Wanken geraten. Das ist natürlich besonders unpraktisch, wenn man Autorin von fluffigen Liebesromanen ist.

Als dann auch noch ausgerechnet Augustus Everett, den sie nur Gus nennt, sich als ihr Nachbar herausstellt, ist das Maß voll. Schließlich konnten sich die beiden schon an der Uni nicht ausstehen und haben sich gemieden – bis auf den einen heißen Tanz in der Kellerdisco. Aber das ist ja schon Jahre her. Und January definitiv nicht interessiert. Dennoch schließen beide ein Arrangement, denn nicht nur January hat Schwierigkeiten, Wörter aufs Papier zu bringen. Und prompt beschließen sie: jeder schreibt im Genre des Anderen, January verfasst Belletristik und Gus einen fluffigen Liebesroman. Ob das gut geht?

Die Geschichte ist ausschließlich aus Januarys Perspektive geschrieben und ich liebe ihre Art, wie sie mit Dingen umgeht, und ihre Schlagfertigkeit. Auch Gus ist ein toller Charakter, der mir spätestens ab dem zweiten Viertel ebenfalls sehr sympathisch war. Insgesamt tummeln sich in dem Roman viele individuelle Charaktere und die Geschichte entwickelt sich in Harmonie mit Januarys neuem Belletristik-Roman. Ob und wie Gus‘ ebenfalls Erfolg beim Schreiben hat, erfährt man erst später.

Der schwarze Thron

Menschen waren nunmal kompliziert. Sie waren keine mathematischen Gleichungen; sie waren Ansammlungen von Gefühlen und Entscheidungen und schlichtem Glück oder Unglück.

Verliebt in deine schönsten Seiten, S. 308.

Mein Fazit

Obwohl ich zuerst ein bisschen Schwierigkeiten hatte, den Schreibstil von Emily nachzuverfolgen, und vor allem Gus ziemlich unausstehlich fand, wurde es nach den ersten 100 Seiten schlagartig besser. Die Story und die Idee mit den getauschten Romanideen ist wunderbar und die Gespräche und Schlagabtäusche zwischen January und Gus brachten mich sowohl zum Lachen als auch zum Weinen. Dieser Roman ist mehr als nur ein Liebesroman, sondern er ist auch voller Hoffnung und Idealen. Und gleichzeitig zeigt er, dass es in Ordnung ist, wenn es einem auch mal nicht gut geht. Für mich definitiv eine Leseempfehlung!

Daher bewerte ich „Verliebt in deine schönsten Seiten“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Verliebt in deine schönsten Seiten
Autor: Emily Henry
Hier in Deutschland erschienen: April 2020
Genre: Romance
Empfohlen: keine Angabe
ISBN: 3426525186
Seitenzahl der Printausgabe: 352 Seiten
Preis: 10€ als Taschenbuch-Ausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Droemer Knaur Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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