Fantasy & Dystopie Rezensionen

Das Buch der gelöschten Wörter #1: Der erste Federstrich

Auf das Buch der gelöschten Wörter bin ich – um ehrlich zu sein – bereits durch das Cover aufmerksam geworden. Manchmal bin ich da wirklich coverorientiert – wenn der Umschlag schön ist, muss es doch auch das Buch sein oder? ❤ Aber auch der Klappentext klang interessant, schließlich geht es um magische Welten zwischen den Seiten von Büchern und der Möglichkeit, sie wirklich zu bereisen. Das ist seit Tintenherz nicht neu, aber das Konzept ist hier doch ein Anderes, denn die Wörter fangen an, sich selbstständig zu machen…

Hast du schon mal darüber nachgedacht, was mit all den Buchstaben, den vielen Tausenden von Wörtern geschieht, die wir am Computer erst in die Tastatur hämmern, nur um sie einen Augenblick später wieder zu löschen?

Das Buch der gelöschten Wörter: Der erste Federstrich, S. 7.

Worum geht es?

Hope Turner arbeitet für die Dating-Agentur Herz trifft Herz und hat abseits des Computers nur Kontakt zur ihrer Mutter, die aufgrund von Demenz im Pflegeheim lebt. Das ändert sich schlagartig, als sie die Buchhandlung Mrs‘ Gateway’s Fine Books betritt und es dort nach dem Kuchen duftet, den ihre Mutter ihr als Kind immer gebacken hat. Der äußerst attraktive Mann, den sie dort beim Lesen sieht, tut sein Übriges. Irritiert verlässt Hope die Buchhandlung wieder – und trifft kurze Zeit später auf Rufus, einen ihrer männlichen Datingkandidaten , der sie in genau diese Buchhandlung eskortiert, um ihr vorzulesen.

Was Hope zunächst für eine seltsame Vorliebe hält, stellt sich als Portal heraus, um zum Bund zu gelangen: einer Geheimorganisation, die die Welt davor bewahrt, dass die gelöschten und nicht-gelesenen Wörter Schaden anrichten können. Um dies zu schaffen, werden die Wörter im BUCH konserviert, das regelmäßig von Verwandlern gelöscht werden muss – und Hope stellt sich als die erfolgreichste Verwandlerin seit Ewigkeiten heraus. Doch auch, wenn ihr Talent sehr hilfreich ist, ist der Bund in Gefahr. Eine Gruppe Unbekannter versucht, die gelöschten Wörter auf die Welt loszulassen. Und so wird Hope immer mehr in die Rettungsmission hineingezogen und sieht sich schließlich zwischen den beiden Söhnen des Bund-Gründers wieder: Rufus und Tegan.

Die Geschichte wird chronologisch aus Hopes Sicht erzählt, doch die Schauplätze wechseln ständig. So lebt Hope zwar in London, doch während der Geschichte findet sie den Weg in die Welten von Mr. Darcy, Bambi und Robin Hood, um nur einige zu nennen. Denn der Weg in die Zentrale des Bundes führt immer über eine Geschichte…

Der schwarze Thron

Ich blieb zurück, mit dem sonderbar diffusen Gefühl, dass wir uns erst am Anfang von etwas befanden, das uns allen mehr als nur Vorsicht abverlangen würde.

Das Buch der gelöschten Wörter: Der erste Federstrich, S. 408.

Mein Fazit

Der erste Federstrich ist erst die Grundlage für die Geschichte um Hope Turner und den Bund – und leider habe ich das beim Lesen auch gemerkt. Obwohl ich das Konzept und das Setting toll finde, passiert doch relativ wenig und es wird mehr Zeit aufgewendet, um Hope (und den Leser) in die Welt des Bundes einzuführen. Die Charaktere sind allesamt sehr liebenswert und teilweise auch sehr amüsant – vor allem Gwen habe ich ins Herz geschlossen! Auch die Beschreibungen der unterschiedlichen Buchcharaktere, die beim Bund mitarbeiten und einen Auftritt haben, sind für Vielleser sicher interessant. Insgesamt bleibt für mich aber noch Luft nach oben und ich hoffe, dass in den Folgebänden dann die Handlung Fahrt aufnimmt – wie es weitergeht, möchte ich nämlich auf jeden Fall wissen! ❤

Daher bewerte ich „Das Buch der gelöschten Wörter: Der erste Federstrich“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Das Buch der gelöschten Wörter: Der erste Federstrich
Autor: Mary E. Garner
Hier in Deutschland erschienen: April 2020
Genre: Urban Fantasy
Empfohlen: keine Angabe
ISBN: 3404179803
Seitenzahl der Printausgabe: 416 Seiten
Preis: 14€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Bastei Lübbe Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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