Belletristik & Historisches Rezensionen

Das Mondscheincafé

Auf das Mondscheincafé wurde ich durch einen Newsletter des DTV-Verlags aufmerksam. Und ich muss zugeben, zuerst eingenommen hat mich das niedliche Cover. Aber auch der Klappentext klang interessant, weshalb ich gespannt auf die Geschichte war. Wie mir der Roman über sprechende Katzen, die ein Cafße betreiben, gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Das Mondscheincafé hat keinen festen Standort. […] Vielleicht ist es nur ein Traum…

Das Mondscheincafé, S. 6.

Worum geht es?

Das Mondscheincafé hat keinen festen Standort, taucht unvorhersehbar in Vollmondnächten in Kyoto auf – und wird von Katzen betrieben. Eine erfolgreiche Drehbuchautorin in der Krise, ein Fernsehregisseur mit gebrochenem Herzen und zwei Unternehmer mit beruflichen Schwierigkeiten finden sich in der Nacht plötzlich in einem halb träumenden Zustand dort wieder. Im Café erhalten sie neben süßen Köstlichkeiten lebensverändernde Ratschläge zu Liebe, Arbeit und Beziehungen von den charismatischen Katzen, die das astrologische Horoskop ihrer Gäste interpretieren. (Klappentext)

Rezension

Als ich “Das Mondscheincafé” von Mai Mochizuki gelesen habe, fühlte es sich an, als würde ich in eine märchenhafte Welt eintauchen, die aus vielen verschiedenen Episoden besteht. Jede Episode konzentriert sich auf unterschiedliche Charaktere, die alle ihre eigenen Probleme mitbringen. Diese Handlungsstränge überschneiden sich im Verlauf der Geschichte, was der Erzählung eine interessante Tiefe verleiht.

Besonders bezaubernd waren die Cafészenen mit den sprechenden Katzen. Die Art und Weise, wie Mochizuki diese magischen Momente beschreibt, war absolut wunderschön. Die Katzen, die astrologische Namen tragen, verleihen dem Ganzen eine besondere Atmosphäre. Und wenn wir schon von Astrologie sprechen – es gibt eine Menge Informationen über Sternzeichen und die 12 Häuser der Astrologie, was ich total spannend fand. Von den Charakteren haben mir Mizuki und Akari am besten gefallen. Sie wirkten auf mich am sympathischsten und ich konnte ihre Geschichten gut nachvollziehen. Takashi hingegen blieb für mich ein wenig undurchsichtig und ich konnte ihn nicht richtig einordnen.

Zudem hat mich der poetische Schreibstil von Mochizuki von Anfang an in den Bann gezogen. Trotz der Poesie wurde es aber niemals kitschig. Allerdings fiel es mir manchmal schwer, eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Ich konnte keinen richtigen Zugang zu ihnen finden und hätte mir an manchen Stellen mehr Emotionen gewünscht. Das war ein kleiner Wermutstropfen in einer ansonsten zauberhaften Geschichte.

In Bezug auf die Gestaltung finde ich das Cover wirklich ganz zauberhaft. Im Inneren finden sich zudem noch einige mangaartige Illustrationen, die die Geschichte perfekt ergänzen.

Das Mondscheincafé

Es war eine eigenartige Vollmondnacht.
Wir hatten zu uns selbst gefunden und Mut geschöpft weiterzugehen.

Das Mondscheincafé, S. 127.

Mein Fazit

Insgesamt ist Das Mondscheincafé definitiv ein Wohlfühlbuch. Es entführt in eine märchenhafte Welt voller Magie und Astrologie. Trotz des wunderschönen Schreibstils und der zauberhaften Szenen mit den sprechenden Katzen, hätte ich mir mehr emotionale Tiefe und Nähe zu den Charakteren gewünscht.

Daher bewerte ich “Das Mondscheincafé” mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Das Mondscheincafé
Autor*in: Mai Mochizuki
Hier in Deutschland erschienen: April 2024
Genre: Belletristik
ISBN: 978-3-423-35227-7
Seitenzahl der Printausgabe: 208 Seiten
Preis: 13€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem dtv Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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