Fantasy & Dystopie Rezensionen

Sturmlicht-Chroniken #6.5: Die Tänzerin am Abgrund

Die Tänzerin am Abgrund

Es handelt sich hierbei um eine Zusatzgeschichte einer mehrbändigen Reihe, den Sturmlichtarchiven. Den ersten Band habe ich euch bereits rezensiert.

Titel: Die Tänzerin am Abgrund
Autor: Brandon Sanderson
Hier in Deutschland erschienen: November 2019
Genre: Fantasyroman
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN: 3453317696
Persönliche Einschätzung:

Kurzbeschreibung: Für immer Kind bleiben! Das war der Wunsch des Straßenmädchens Lift – und bisher hat sich dieser auch erfüllt. Lift lebt am Hof der Azishs im Lande Roschar, und nur ihre einzigartige Gabe hat sie bislang vor Schwierigkeiten bewahrt. Doch das Leben am Hof droht, das freiheitsliebende Mädchen zu ersticken, und so zögert sie keine Sekunde, diesen zu verlassen, als sie erfährt, dass ein grausamer Mann im fernen Yeddaw Menschen wie sie – Menschen mit Magie – verfolgt. Lift bricht auf, diesen zur Seite zu stehen, nicht ahnend, in welche Gefahr sie sich damit begibt … (via Amazon*)

„Es ist seltsam. […] Die Menschen haben nur so wenig Zeit. So viele, die ich kenne, sagen das. Sobald du das Gefühl hast, etwas in den Griff zu bekommen, ist der Tag auch schon vorbei, die Nacht bricht an, und das Licht geht aus.“

Die Tänzerin am Abgrund, S. 113.
Die Tänzerin am Abgrund

Rezension: Lift ist großartig. Zumindest sagt sie das über sich selbst. Sie kann Sturmlicht nutzen, um schneller zu werden, sich und andere zu heilen ist mit Sturmlicht nicht einzufangen. Scheinbar unlogische Handlungen ihrerseits ergeben erst im Laufe der Handlung einen Sinn. So bricht sie spontan aus dem sicheren Palast der Azisch auf nach Yeddaw, um dort den Mann, den sie Finsternis nennt, zu stellen. An ihrer Seite ist stets ihr Sprengsel Wyndel, der ein eher unsicheres und ängstliches Exemplar seiner Art ist, Lift aber trotzdem mit Rat zur Seite steht.

Als Waisenmädchen und Straßenkind hat Lift ihre ganz eigene Taktik, um ihre Ziele zu erreichen, seien sie auch noch so ungewöhnlich. Doch während sie Finsternis nachjagt, beginnt sie sich zu fragen, wie man eigentlich ein Mensch wird – und was der Sinn dieses Menschseins ist.

Ich werde mich an dich erinnern.

Die Tänzerin am Abgrund, S. 113.

Fazit: Erst war ich zugegeben etwas skeptisch, eine Novelle der Sturmlichtchroniken zu lesen. Wie soll auch nur ein Aspekt dieser Geschichte in circa 200 Seiten gepresst werden?

Dann hat mich Lift jedoch eines Besseren belehrt. Ich habe die kleine Strahlende sehr ins Herz geschlossen und ihr in der Hauptreihe so seltsames Verhalten wurde hier viel deutlicher – und sympathischer. Die Geschichte an sich tritt eher in den Hintergrund, während Lifts Zweifel an sich und dem Leben mit ihrem derben Humor und ihrem Selbstbewusstsein kämpfen. Lediglich am Ende hätte für mich gern noch etwas mehr Detailreichtum kommen dürfen. Trotzdem ist es eine wunderbare Geschichte, die wieder mehr Farbe in die Sturmlichtchroniken bringen und für Chronikenfans ein Muss! Ich hätte dann gern demnächst eine Geschichte über Fels oder Lopen :)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Randomhouse Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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