Fantasy & Dystopie Rezensionen

Die Königsmörderchronik #2.5: Die Musik der Stille

Bei „Die Musik der Stille“ handelt es sich um eine Randgeschichte zu den Königsmörder-Chroniken von Patrick Rothfuss. Wer mehr dazu lesen möchte, kann sich zum Beispiel bei Weltenwanderer oder Bookwalk die Rezension zum ersten Band durchlesen.

Titel: Die Musik der Stille
Autor: Patrick Rothfuss
Hier in Deutschland erschienen: Mai 2019
Genre: Fantasyroman
Empfohlen: keine Angabe
ISBN: 3608960201
Persönliche Einschätzung:

Kurzbeschreibung: Die Universität von Imre ist weithin bekannt für ihre Gelehrsamkeit. Die besten Köpfe zieht sie an, die Rätsel der Wissenschaft, des Handwerks und der Alchemie zu entschlüsseln. Aber tief unter dem lebendigen Treiben in ihren Hallen erstreckt sich ein Netz verlassener Räume und alter Gänge. Im Herzen dieses höhlenartigen Labyrinths lebt das Mädchen Auri. Das »Unterding« ist ihr Zuhause.

Die kalte, trügerische Rationalität der Menschen, die über ihr leben, hat sie hinter sich gelassen und sie dringt tief in das Geheimnis der Dinge ein. Eine Geschichte voll betörender Bilder und magischer Spuren, wie sie nur Patrick Rothfuss erzählen kann. (via Amazon*)

Manchmal war das halt so.
Manche Dinge waren einfach zu wahrhaftig, um zu bleiben.

Die Musik der Stille, S. 54.
Der schwarze Thron

Rezension: Auri lebt im Unterding unter der Universität von Imre. Dort lebt sie auf den ersten Blick ganz allein. Auf den zweiten Blick jedoch ist sie von beseelten Dingen umgeben – und sie hat die Gabe, diesen Dingen genau das zu geben, was sie sich wünschen. Das kann ein Gefährte sein oder auch ein neuer Ort zum Leben.

Eines Tages wacht Auri auf und spürt, dass sie in sieben Tagen Besuch von Kvothe bekommen wird. Um sich auf dieses Treffen vorzubereiten, geht sie auf die Suche nach einem Geschenk für ihn. Als Leser begleitet man Auri auf dieser Suche durch das Unterding und lernt diese Unterwelt mehr und mehr kennen. Jeder Bereich hat einen bestimmten Namen, den er von Auri erhalten hat. Einige Räume sind freundlich, andere angsteinflössend, wieder andere beruhigend.

Besonders wichtig ist es Auri, dass sie die Dinge so tut, wie sie „richtig“ sind. Dieses „Richtigsein“ ist für sie unverrückbar und steht einfach fest. So ist ein Findetag zum Beispiel besonders gut zum Finden neuer Dinge geeignet.

Obwohl Auri nicht wie normale Menschen funktioniert, hat sie ihr eigenes System – und als Leser nimmt man dieses System nach und nach auf, fragt sich sogar, ob in diesem Unterding zum Beispiel ein Zahnrad tatsächlich Wünsche und Träume haben kann…

Sie beruhigte sich so weit, dass ihr klar wurde, wie es in Wirklichkeit war.
Man konnte gegen die Gezeiten nicht ankämpfen.
Man konnte den Wind nicht ändern.

Die Musik der Stille, S. 105.

Fazit: Die Musik der Stille ist kein normaler Roman, so wie Auri keine normale Protagonistin ist. Das merkt man sowohl an ihrem Denken und Handeln als auch am Schreibstil, der sich von den Hauptbänden der Königsmörderchroniken unterscheidet. Einziges Manko war für mich, dass die Geschichte kaum mit der Hauptstory verwoben war. Ein paar mehr Informationen über Kvothe oder Auris Leben an der Universität wären toll gewesen.

Dennoch war ich begeistert vom Unterding und Auris Leben. Wer die Geschichte um Kvothe mochte und sich von stilistisch dichter Sprache nicht abschrecken lässt, dem kann ich die Musik der Stille nur ans Herz legen. ❤

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit der Hobbitpresse entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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