Fantasy & Dystopie Rezensionen

Orchideentrilogie #1: Mondorchidee

Schon im Herbst ist mir bei Instagram das wunderschöne Cover der Mondorchidee aufgefallen, dem ersten Band und Debüt von Yvonne Merschmann. Yvonne kenne ich schon eine Weile über Insta und ich habe sozusagen aus der Ferne den Entstehungsprozess des Buchs ein wenig mitverfolgt. Wie mir die Urban Fantasy Geschichte um Magie, Elemente und das magischen Encantador gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Wir springen beide zusammen, in Ordnung?
Genau wie damals.

Mondorchidee, S. .65

Worum geht es?

Lea ist von klein auf ein sehr fleißiges und ehrgeiziges Mädchen. In der Schule schreibt sie nur Bestnoten, und wenn nicht, tut sie alles, um besser zu werden. Nur in einer Sache ist sie nicht ganz vorn dabei: ihre magischen Kräfte haben sich immer noch nicht offenbart, und dabei ist das doch genau das, was sie sich schon immer gewünscht hat: Wasser oder Feuer kontrollieren zu können, eben eine echte Orchia sein. Orchias sind magiebegabte Menschen, die eines der Elemente Feuer, Wasser oder Erde kontrollieren können. Überwiegend leben diese in der Parallelwelt Encantador, zusammen mit Draumur (TraumbeeinflusserInnen), Pasado (Zeitreisende) und Ennvio, die Menschen von einem Ort zum anderen teleportieren können.

Genau in dieses magische Encantador verschwindet ihre Freundin Amalia regelmäßig, um ihre Fähigkeiten weiterzubilden. Und Lea muss in der „Menschenwelt“, in Ostafelde bleiben. Doch nicht dieses Mal! Zu allem entschlossen schließt sie sich Amalia gemeinsam mit einigen anderen an, um in Encantador zumindest schonmal theoretisch alles über die Magie zu lernen, die ihr zuteil werden wird. Doch kaum ist sie dort angekommen, ist Lernen fast das Letzte, was sie im Blick hat. Denn in Encantador ist nicht alles so schön und friedlich wie es scheint. Ein Aufstand braut sich zusammen…

Rezension

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, unter anderem natürlich Lea und Amalia, aber auch Slate, der aus Encantador stammt, und Kim, die ihre ganz eigenen Pläne verfolgt. Grundsätzlich mag ich den Ansatz, aus verschiedenen Perspektiven Informationen zu bekommen, sehr, hier hatte ich aber etwas Schwierigkeiten, mich zurechtzufinden, das wurde aber nach dem ersten Drittel besser. Lea ist ein etwas schwieriger Charakter, was vor allem durch ihren Ehrgeiz kommt. Sympathischer waren mir da Amalia und Lukas. Spannend fand ich, dass auch die Antagonisten hier nicht komplett böse waren, sondern einfach ihre eigenen Ziele verfolgten.

Die Handlung selbst war mir länger nicht ganz klar, da merkt man, dass es ein Auftaktband ist. Man landet irgendwann in Encantador, wo alle ihren eigenen Plänen und Zielen nachgehen, aber so ganz mitgekommen bin ich da leider nicht. Das lag zum Teil auch an den fehlenden Beschreibungen. Ich stelle mir Encantador als magisches und schönes Land vor, allerdings wird kaum etwas über Architektur, Flora oder Fauna erzählt. Die Charaktere sind zwar an den verschiedensten Orten, ich hätte mir hier aber mehr Beschreibungen gewünscht, um in der Welt ankommen zu können. Das Magiesystem wurde dagegen sehr anschaulich erklärt und ich finde den Ansatz mit den vielen Magiezweigen spannend. Interessant wäre noch zu wissen gewesen, woher die Draumur und Ennvio ihre Magie bekommen, denn die Orchia bekommen diese von drei verschiedenen Orchideensorten. Aber vielleicht wird das ja noch in den Folgebänden geklärt :)

Die Sprache von Yvonne war leicht zu verstehen und insgesamt konnte ich gut folgen. Leider gab es relativ viele Beschreibungen von für die Handlung unnötigen Abläufen, die habe ich dann häufig „überblättert“.Auch einige Wortwiederholungen waren für mich leider eher anstrengend. Die Dialoge dagegen mochte ich gern :) Das Cover finde ich wirklich wunderschön, ich mag die Kombi aus Fantasy-Elementen und der Schrift sehr.

Mondorchidee

Heute ist der große Tag,
was auch kommen mag.

Mondorchidee, S. 346.

Mein Fazit

Insgesamt konnte mich Mondorchidee also leider nur in Teilen überzeugen. Vor allem durch die fehlenden Beschreibungen kam ich nicht richtig in die Geschichte rein und konnte auch nur zum Teil mit den Charakteren mitfühlen. Trotzdem finde ich das Magiesystem spannend und werde die Reihe definitiv weiter verfolgen.

Daher bewerte ich „Mondorchidee“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Mondorchidee
Autor: Yvonne Merschmann
Hier in Deutschland erschienen: September 2020
Genre: Urban Fantasy
Empfohlen: ab 12 Jahren
ISBN: 978-3751956659
Seitenzahl der Printausgabe: 372 Seiten
Preis: 10,99€ als Taschenbuchausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Books on Demand Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar!