
Die Idee von Wovon die Sterne träumen hat mich sofort bei der Verlagsvorschau von Carlsen fasziniert. Fünf Menschen, die sich gegenseitig nicht kennen, werden durch eine Textnachricht miteinander verbunden. Ob mir die Geschichte auch wirklich gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.
Die Welt ist klein.
Wovon die Sterne träumen, S. 11.
Sehr klein.
Worum geht es?
Fünf Menschen, die in ihrer eigenen Welt leben und die eigentlich ncihts miteinander zu tun haben scheinen. Doch jeder ist mit jedem verknüpft – ohne dass sie davon ahnen. Da ist Titouan, der eines Tages beschlossen hat, dass ihm die Welt zu laut und zu unruhig ist, und der sein Zimmer nicht mehr verlässt. Da ist Alix, die kurz vor dem Schulabschluss steht und unbedingt Theater spielen will. Da ist Alix’ Vater Armand, dessen Leben nur um seine Tochter kreist und der seine eigenen Bedürfnisse aus den Augen lässt. Da ist Gabrielle, Schauspiellehrerin, die Angst hat, sich zu binden. Und da ist Luce, deren Mann vor zwei Jahren starb, und die keinen Sinn mehr im Leben sieht. Alle fünf Menschen leben nebeneinander her, bis eine Textnachricht von Luce in die Weiten des Mobilfunknetzes hinaus alles verändert…
Rezension
Die Geschichte wird aus der Perspektive der fünf Protagonist*innen erzählt, zudem gibt es Zwischenkapitel aus der Perspektive eines Erzählers. Zunächst hatte ich Schwierigkeiten, einen Überblick zu behalten und hatte das Gefühl, dass die Abschnitte eher episodenhaft sind. Nach und nach wurde das jedoch besser und die Perspektiven haben sich verflochten. Vor allem Alix ist mir ans Herz gewachsen, die zerissen zwischen getrennten Eltern, einem überfürsorglichen Vater und ihren eigenen Wünschen aufwächst. Aber auch Titouan, dem die Welt zu laut ist, habe ich sehr ins Herz geschlossen, ebenso wie Luce, die nicht mehr möchte, als zu ihrem Mann zu gelangen. Interessanterweise wirken alle Protagonist*innen zu Beginn eher in sich gekehrt und abweisend, erst im Verlauf der Geschichte entwickelt man beim Lesen Sympathie.
Die Handlung beginnt sozusagen an fünf “Startpunkten” und läuft dann aufeinander zu. Durch die vielen Szenenwechsel war es spannend, zu verfolgen, wann wer aufeinandertreffen würde, und wer wie miteinander verknüft ist. Zwischendrin wurde es manchmal emotional, manchmal lustig und manchmal wehmütig – aber immer realistisch. Lediglich das Ende hat meine Liebe für die Geschichte ein wenig gedämpft, das ging mir dann doch “zu leicht”. Vor allem die Aufdeckung der Identität des Erzählers fand ich dagegen aber sehr überraschend und schön. ❤
Sprachlich habe ich ein wenig gebraucht, um in die Geschichte zu finden. Der Schreibstil ist nicht ganz so flüssig, sobald man aber drin ist, möchte man es gar nicht mehr weglegen. Einfach schön! Das Cover mag ich sehr, die Vogelperspektive fängt ein Element der Geschichte perfekt ein.

Es gibt Tage, die fangen ganz normal an, verlaufen dann aber völlig anders als erwartet. […]
Wovon die Sterne träumen, S. 273.
Bis plötzlich alles aus den Fugen gerät.
Mein Fazit
Insgesamt konnte mich die Geschichte von Alix, Titouan, Luce und Co definitiv in ihren Bann ziehen. Ich hatte ein paar Anlaufschwierigkeiten und hätte mir ein anderes Ende gewünscht, nichtsdestotrotz gibt es von meiner Seite eine Leseempfehlung. Haltet aber beim Lesen unbedingt Taschentücher bereit ❤
Daher bewerte ich “Wovon die Sterne träumen” mit
Eckdaten auf einen Blick
Titel: Wovon die Sterne träumen
Autor*in: Manon Fargetton
Hier in Deutschland erschienen: August 2022
Genre: Jugendbuch
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-551-58472-4
Seitenzahl der Printausgabe: 416 Seiten
Preis: 16€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Thalia*)
*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Carlsen Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.
Ein Kommentar
[Rezension] Wovon die Sterne träumen - Manon Fargetton
3 November, 2022 at 19:25[…] Weitere Rezensionen findet ihr bei: himmelsblau.org […]