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Festivalguide ~ Basics & Informationen


Hallo ihr Lieben! :) Heute startet eine kleine Artikelreihe hier im Blog, nämlich ein Festivalguide :love: Ja, ich bin ein wenig spät dran (RaR ist ja schon durch), aber es gibt ja viele Festivals den ganzen Sommer über und im Zweifelsfall sind die Artikel ja nächstes Jahr immer noch da ;)

Die Artikelreihe wird drei Teile haben, nämlich:

Geplant ist, ab jetzt jede Woche einen Artikel dazu zu veröffentlichen. Falls jetzt aber 20 Leute das Ganze schneller fordern, weil sie (wie ich) nächste Woche zum Hurricane fahren, bin ich gern bereit, das Ganze etwas zusammen zu ziehen. Festivalmuffel müssen dann den Blog so lange meiden ;)

Festivalguide
Hurricane 2013 – Zeltstadt bei Sonnenuntergang. An der Deutschlandfahne konnte man sich gut orientieren.

Generelle Informationen

Erst einmal wollte ich euch ein paar generelle Informationen liefern, die sinnvoll sein könnten für Neulinge, die zum ersten Mal zu einem Festival fahren. :)

Tag der An- und Abreise
Reist, wenn möglich, einen Tag eher an und einen Tag später ab. Bei einem dreitägigen Festival wäre es also sinnvoll, Donnerstag Nachmittag anzukommen und irgendwann Montag vormittag wieder wegzufahren. Warum? Donnerstag gibt es noch mehr Möglichkeiten, sich seinen Zeltplatz aussuchen zu können und ihr müsst nicht direkt neben den Dixies zelten oder neben den Trotteln mit dem Ghettoblaster. Außerdem spart ihr euch so die Staus zum Festivalgelände hin und vom Festivalgelände weg. Voll wird es zwar immer noch sein, aber der Hauptteil kommt immer noch Freitags und fährt Sonntags.

Sanitäre Anlagen
Wer befürchtet, drei (oder fünf) Tage von müffelnden Mitmenschen umgeben zu sein, braucht sich diesbezüglich eigentlich keine Sorgen mehr machen. Auf jedem größeren Festival gibt es Duschen, die auch sehr komfortabel in großen Containern aufgebaut sind. Meist sind diese kostenlos und man kann duschen, so lange man will. Gleiches gilt für die Toiletten. Es gibt sowohl auf dem Festivalgelände als auch im Campingbereich diverse Toilettencontainer, die mit fließend Wasser und Wasserspülung ausgestattet sind. Dixieklos adieu! ;) Diese Wagen sind auch ein guter Orientierungspunkt, um das eigene Zelt aufzuschlagen, dann hat man einen kürzeren Weg zum Klo :D Natürlich gibt es auch viele Dixies, diese werden ein bis zwei Mal pro Tag geleert und gereinigt. Direkt danach bilden sich da natürlich lange Schlangen, aber im besten Fall müsst ihr euch da nicht anstellen :D

Allein, zu zweit, in der Gruppe
Bestimmt macht ein Festival auch zu zweit Spaß, aber ich kann von meiner Erfahrung her nur sagen – je mehr, desto lustiger :) Eine größere Gruppe hat zudem den Vorteil, dass man sich auf dem Festivalgelände je nach Musikgeschmack aufteilen kann, wenn sich Acts überschneiden sollten. Allein auf ein Festival würde ich schon aus Sicherheitsgründen nicht gehen.

Festivalguide
Hurricane 2013 – Schlechtes Wetter kann passieren. Egal!

Orientierung auf dem Campingplatz
Was am Donnerstag noch wie eine weite Ebene aussehen mag, ist spätestens Freitag Mittag eine riesige Zeltstadt. Sich da zurecht zu finden, kann schwierig sein. Orientiert euch an markanten Dingen in eurer Umgebung; auch hier seid ihr natürlich im Vorteil, wenn ihr bei den Duschen/Toiletten campiert. Ansonsten hilft es auch, sich an bestimmten Dingen zu orientieren, die auffallen, beispielsweise die Totenkopf-Flagge vom Nachbarzelt oder Ähnliches ^^

Das Akkuproblem mit den Smartphones
Wenn möglich, am Besten das teure Handy zu Hause lassen und für die paar Tage auf ein älteres, schon ausrangiertes Modell zurückgreifen. Wer das nicht kann, hat natürlich das Problem, dass kein Smartphone-Akku 5 Tage hält. Entweder kann man das mobile Internet oder sogar das Handy komplett ausschalten, wenn man es grad nicht braucht, oder man kann eines der Akkuaufladegeräte mieten. Für 15€ kann man die Akkus da tauschen, so oft man lustig ist. Hier kann man auch gut mit Freunden zusammenlegen :)

Ich packe meine Tasche und nehme mit… die Basics

Im Folgenden geht es erst einmal um die grundlegenden Dinge, die man mitnehmen sollte. Kleidung und Nahrungsmittel kommen dann in getrennten Artikeln zu Wort :)

Absolut grundlegendes Equipment

  • Zelt
  • Luftmatratze oder (selbstaufblasbase) Isomatte
  • Schlafsack
  • (Kleines) Kopfkissen
  • Campingstuhl
  • Campingkocher mit Gaskartusche (+ Feuerzeug)
  • Taschenlampe
  • Eintrittskarte, Timetable, Krankenkassenkarte, Ausweis, Bargeld, ggf. Führerschein

Gerade das Zelt sollte sich ja von selbst erklären oder? ;) Ich würde empfehlen, immer eine Zeltgröße+1 zu nehmen. Wenn ihr also zu zweit seid, ist ein 3-Mann-Zelt (klick) von Vorteil. So könnt ihr gleichzeitig bequem liegen, aber auch euer ganzes Gepäck und die Campingstühle nachts im Zelt unterbringen. Auch Zelte mit Vorzelt sind hier hilfreich. Wir nutzen seit zwei Jahren eins von Aldi für 50€, das hat bisher gute Dienste geleistet. Man muss also keine Unsummen ausgeben. Achtet darauf, dass ihr genügend Heringe habt. Im Zweifelsfall lieber ein paar mehr mitnehmen.

Auch Luftmatratze und Schlafsack erklären sich von selbst. Ich persönlich bin ein Fan der selbstaufblasbaren Matten (klick), da man nicht andauernd nachpumpen muss und trotzdem weicher liegt als auf einer Schaumstoff matte. Um das Kissen werdet ihr spätestens nach der zweiten Nacht von den kissenlosen Mitcampern mit steifem Nacken beneidet.

Ein Campingstuhl (klick) ist ebenfalls wichtig. Ihr habt sicher keine Lust, den ganzen Vor- und Nachmittag (denn die Konzerte startet meist erst gegen 15:00) auf dem Boden oder im Zelt zu sitzen. Stühle gibts ebenfalls ab 15€.

Den Campingkocher (klick) kann man sich auch gut mit mehreren Personen teilen. Mehr als drei Leute sollten allerdings nicht auf einen Kocher kommen, sonst kann der Frühstückstee schon zur Geduldsprobe werden. Eine Ersatzkartusche sollte immer dabei sein, da man schwer abschätzen kann, wie lang so eine Kartusche hält (und auch schon mal Leute das Ding nicht ordentlich zugedreht haben…)

Die Taschenlampe braucht ihr zwar meist auf dem Campinggelände nicht, da ist gute Beleuchtung vorhanden, aber im Zelt kanns dann zappenduster werden. Und da wird dann selbst die Suche nach Taschentüchern zur Odyssee ;) Eine normale LED-Taschenlampe reicht völlig aus :)

Die persönlichen Unterlagen würde ich an eurer Stelle minimal halten. Die Eintrittskarte braucht ihr, ebenso einen Ausweis und eine Krankenkassenkarte, falls etwas passiert. Bargeld braucht man nicht übermäßig viel, jedoch sollte man ein kleines Polster dabei haben (fürs Merchandise :love:). EC-Karten und Co lasse ich alle daheim, ebenso Unikarten oder alles, was ich für die paar Tage nicht brauche. Was ich nicht dabei habe, kann man mir nicht klauen. Den Timetable ausgedruckt dabei zu haben, schadet nie. Irgendwer fragt immer, was wann wo läuft ;)

Festivalguide
Hurricane 2013 – Ich war noch nie so glücklich über Gummistiefel |D

Nützliche Dinge, die einem das Leben erleichtern

  • Wasserkanister
  • Campingtisch
  • Gaslaterne
  • Pavillon
  • Grill, Grillkohle, Anzünder, Feuerzeug
  • Müllsäcke
  • Küchenrolle
  • Kabelbinder
  • Panzertape
  • Vorhängeschloss
  • Hammer

Mit dem Wasserkanister (klick) Wasser zu holen, kann fürs Abwaschen des Geschirrs und zur Not auf für die Katzenwäsche und das Zähneputzen hilfreich sein (außer ihr seid nah an den sanitären Anlagen, aber das weiß man ja vorher nicht). Der Campingtisch ist komfortabel, aber nicht lebensnotwendig. Gleiches gilt für die Gaslaterne. Wenn ihr Scheinwerfer in der Nähe habt, ists natürlich nachts hell, wenn nicht, sitzt ihr irgendwann im Dunkeln ;) Ein Pavillon (klick) ist wirklich großartig, da er sowohl vor Sonne als auch vor Regen schützt. Es gibt da auch Modelle zum Auf- und Zuklappen, die sind leichter aufzustellen als die mit Stecksystem. Hier können auch gut alle zusammenlegen. Allerdings muss dieser echt bombenfest im Boden verankert werden – auf dem Festival werde ihr mehrere Pavillon-Leichen sehen ^^*

Grillen ist gerade für den Anreisetag das perfekte Abendessen. Falls Freitags noch jemand nachreist, kann dieser nochmal Grillfleisch mitbringen, dann ist auch Tag 2 gerettet. Müllsäcke und Küchenrolle sind praktisch, um ein bisschen Ordnung zu halten. Außerdem können Müllsäcke zur Not auch als Regenschutz übergezogen werden (lieber komisch aussehen, als nass und krank werden!). Ich hatte beim RaR ’12 Müllsäcke zwischen Socken und Schuhe gezogen und hatte so wunderbar warme Füße ^^ Für Kabelbinder und Panzertape gilt: Wenn was kaputt geht, sind diese beiden Dinge euer Freund. Außerdem kann man sich mit Panzertape praktische Getränkehalter basteln (mehr dazu in Teil #02). Das Vorhängeschloss ist wichtig, um euer Hab und Gut vor neugierigen Menschen zu schützen, während ihr auf dem Festivalgelände seit (wichtig: NIEMALS Wertsachen im Zelt lassen!). Und der Hammer erleichtert das Einschlagen der Heringe enorm ^^

So, das wäre dann Teil #01 der Festival-Guide-Reihe :)
Ich würde mich über Rückfragen und Tipps sehr freuen :love:

Wenn unter euch viele Hurricaner sind: wollt ihr die anderen beiden Teile gleich noch Freitag und Montag haben? Oder reicht es, wenn die Infos 1x/Woche kommen? Gebt mir doch eine kurze Rückmeldung! ^^

8 Kommentare

  • Reply
    Magda
    11 Juni, 2014 at 22:23

    Haha, mir kommen einige Sachen echt bekannt vor. Zum Beispiel die Totenkopffahne am Nachbarzelt, so gehts mir auch immer. :)
    Eine tolle Liste hast du dazu zusammengestellt, wobei ich sagen muss dass ich ein mega minimaoistischer Festival-Besucher bin. Liegt vermutlich daran, dass ich immer mit dem Zug angereist bin bis jetzt und da will man doch nicht zu viel mitschleppen, Tisch und Pavillon bleiben da eher zuhause ;)

  • Reply
    Sandl
    11 Juni, 2014 at 22:44

    Na dann werde ich dank deiner Liste beim nächsten Festivalbesuch nix vergessen!!
    xoxo
    Sandl

  • Reply
    Lara
    12 Juni, 2014 at 14:28

    Beim Hurricane sind Jana, Marie und ich mit ein paar weiteren auch dabei :) Ich wünsche dir viel Spaß!
    ♥ Lara

  • Reply
    Ulli
    12 Juni, 2014 at 22:16

    Schöne Artikelreihe. Auch wenn ich dieses Jahr nicht zum Hurricane fahre, finde ich deinen Beitrag sehr interessant. :) Und bei einigen Sachen musste ich echt schmunzeln. ^^

  • Reply
    Kevin R.
    17 Juni, 2014 at 12:01

    X_x Rock am Ring war noch nie meins, bin nicht so der Fan von solchen Festivals.
    Ich finde es aber gut, dass du so ausführlich darüber berichtest, das ist sicher sinnvoll und hilfreich, gerade für Leute, die zum ersten Mal hingehen.

    Liebe Grüße

    Kevin ( http://www.daydreamer-kev.blogspot.de/ )

  • Reply
    Patrizia
    17 Juni, 2014 at 20:24

    Hach, Hurricane klingt immer so nach Heimat :D
    Ich war zwar noch nie dort, aber komme halt aus der Gegend und da weiß man schon, dass man an bestimmten Tagen nicht in bestimmte Richtungen fahren sollte bzw. irgendwelche Schleichwege die bessere Wahl darstellen^^
    Bin nicht so der Festivalmensch, aber trotzdem toller, sehr informativer Beitrag.

  • Reply
    Travelguide ~ Festival Packliste 2017 - Himmelsblau.org
    12 Juni, 2017 at 08:01

    […] Wochenende an. 2014 habe ich für euch bereits einmal einen Festivalguide geschrieben (hier) inklusive einer praktischen Packliste. Die habe ich nun nochmal überarbeitet und um einige Punkte […]

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    Festivalguide - Packliste Teil II Essen & Trinken
    3 August, 2017 at 21:05

    […] Teil #01 – Basics und Informationen […]

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