Fantasy & Dystopie Rezensionen

Tales of Beasts and Magic

Als ich das Cover von Tales of Beasts and Magic gesehen habe, war ich sofort begeistert von der Gestaltung und der marmorartigen Optik. Auch der Klappentext klang interessant, weshalb ich dem Fantasy-Standalone gern eine Chance geben wollte, obwohl ich von der Autorin bisher noch nichts gehört hatte. Ob mich die Geschichte überzeugen konnte, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Als mir der Stift aus der Hand glitt, kam ich langsam wieder zu mir. Ich starrte auf das Blatt auf meinem Schreibtisch. Wie immer wusste ich nicht, was die Zeilen bedeuteten. Die Runden, die ich zu Papier gebracht hatte, konnte niemand außer ein Alchemist im Rausch entschlüsseln.

Tales of Beasts and Magic.

Worum geht es?

Liana ist eine Alchemistin. Das bedeutet, dass sie im Rausch Gegengifte erschafft, die gegen die Bestien helfen sollen, die seit hundert Jahren die Menschheit bedrohen. Immer wieder tauchen neue Bestien auf, die mutierte Versionen von bisher bekannten Tieren darstellen. Dabei geht die Spannweite von Punkthörnchen, die eher anstrengend, aber nicht tödlich sind, bis hin mutierten Bären und Tigern. Liana ist jedoch noch in der Ausbildung, wo sie gemeinsam mit anderen Begabten – Medien, die die Zukunft sehen, und Kriegern, die mit den Gegengiften und modifizierten Waffen gegen die Besten kämpfen – lernt und studiert.

Dann jedoch wird sie in einer Prophezeiung auserwählt, mit einem Krieger zusammen ein Gegenmittel gegen die bisher gefährlichsten Bestien zu entwickeln. Davon abgesehen, dass Alchemisten und Krieger sich leidenschaftlich verabscheuen, ist der Krieger der Prophezeiung auch noch Kieran, der sozusagen der Oberidiot von allen ist. Doch nun müssen sie, allen Vorurteilen zum Trotz, zusammenarbeiten. Und stellen fest, dass sie sich vielleicht doch nicht so sehr verabscheuen, wie gedacht…

Rezension

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Liana erzählt, die ich an sich ziemlich großartig finde. Sie ist authentisch, selbstbewusst aber auch nachgiebig, wenn es sein muss, und vor allem sehr hilfsbereit. Kieran dagegen war mir bis zum Ende nicht wirklich sympthisch, da er sehr aggressiv und emotional dargestellt wird. Das wird zwar mit seiner Kriegergabe begründet, ich dachte mir aber oft „Komm, übertreib nicht…“

Die dystopische Idee von Bestien und Magie fand ich sehr interessant und auch, wie sich die drei Magieklassen entwickelt haben. Auch der Gedanke des „Rauschs“, der die übernatürlichen Fähigkeiten erst weckt, ist toll. Hier hätte ich zu gern noch mehr Details oder mehr Unterrichtsstoff der Studenten erfahren, um noch mehr in die Welt abtauchen zu können.

Die Handlung ist an sich spannend und mit einigen Plotttwists habe ich zumindest nicht gerechnet. Von der Grundidee her spielt sie in einer tollen, dystopischen Welt, die von bedrohlichen Bestien heimgesucht wird. Die Vorstellung, dass niedliche Eichhörnchen zu giftigen Killermaschinen werden ist irgendwie witzig, aber auf der anderen Seite auch besorgniserregend. Bei manchen Tierarten hätte ich mir zwar auch mehr Details gewünscht, aber insgesamt bekommt man ein Gefühl für die Situation von Liana – und darum geht es ja. Definitiv zu kurz kam für mich der „Romance“-Aspekt. Klar benötigt man den nicht unbedingt in einem Fantasy-Buch, aber wenn schon Romantasy draufsteht, hätte da ruhig etwas mehr passieren dürfen. Schade!

Der Schreibstil von Vanessa war sehr flüssig und die Dialoge schlagfertig und häufig auch wirklich witzig. Ich bin gespannt, was von ihr noch kommt, und werde die Autorin definitiv im Blick behalten! :) Zum Cover habe ich ja schon oben meine Meinung gesagt, das ist einfach ein Traum ❤ Ein wenig schade ist es, dass die Rückseite und der Buchrücken so „schlicht“ sind, da hätte man vielleicht noch Elemente des Covers aufnehmen können.

Der schwarze Thron

Jeden Tag forderten die Riesenwarane mehr Opfer. […] Egal, wie weit wir fliehen, die Warane werden uns verfolgen, so wie es bisher jede Bestie getan hat.

Tales of Beasts and Magic.

Mein Fazit

Insgesamt war für mich Tales of Beasts and Magic eine kurzweilige und interessante Lektüre, die leider an einigen Stellen (Darstellung des Protagonisten Kieran, „Romantasy“-Versprechen, etwas zu wenige Details) etwas gehakt hat. Wer die Grundidee jedoch spannend findet, sollte dem Titel definitiv eine Chance geben, gute Unterhaltung war es nämlich trotzdem.

Daher bewerte ich „Tales of Beasts and Magic“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Tales of Beasts and Magic
Autor: Vanessa Golnik
Hier in Deutschland erschienen: November 2020
Genre: Romantasy
Empfohlen: keine Angabe
ISBN: 3492503780
Seitenzahl der Printausgabe: 372 Seiten
Preis: € als broschierte Ausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Piper Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

Ein Kommentar

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    Monthly Read - Januar 2020 - Himmelsblau.org
    1 Februar, 2021 at 10:41

    […] Tales of Beasts and Magic von Vanessa Golnik (3 Sterne – Rezension) […]

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