New Adult & Romantik Rezensionen

Tales of Sylt #2: Kein Sturm zu nah

Der erste Band der Tales of Sylt Trilogie konnte mich Anfang des Jahres bereits in seinen Bann ziehen. Die Geschichte von Leni und Rafe war einfach zuckersüß. Dort hat man auch schon Elisa und Jonah kennengelernt – und ich war schon sehr neugierig auf die beiden! Wie mir ihre Geschichte – Kein Sturm zu nah – gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Die Tales of Sylt Trilogie kann man unabhängig voneinander lesen, wenn ihr jedoch lieber chronologisch vorgehen wollt, empfehle ich euch zunächst den Beitrag zum ersten Band: Tales of Sylt #1: Kein Horizont zu weit

“Ist eine ziemlich riskante Karte, auf die du da setzt.”
Aber es ist die einzige, die ich habe.

Kein Sturm zu nah, S. 173.

Worum geht es?

Nach einem fatalen Skandal steht Elisa vor den Scherben ihres Studentinnenlebens: sie wird aus dem Schwimmteam ausgeschlossen und auch ihr Medizinstudium ist nicht mehr sicher. Hals über Kopf flieht sie aus Australien, wo sie bei ihrem Vater lebt, zurück nach Sylt, ihre alte Heimat. Diese musste sie ebenso Hals über Kopf mit sechzehn Jahren verlassen, als ihre Mutter von Sylt nach Mailand zog – und Elisa sich für ihren Vater entschied. Zurück auf Sylt begegnet sie Jonah, den sie zuletzt vor fünf Jahren gesehen hat. Die beiden hatten früher keinen wirklichen Kontakt, doch bei ihrem Wiedersehen merkt Elisa schnell, dass Jonah ihr unter die Haut geht. Doch auf der Insel hat er einen stürmischen Ruf als Bad Boy und Krimineller. Aber was, wenn genau dieser Sturm das ist, was Elisa sucht?

Jonah hat nur ein Ziel: das bestmögliche Leben für seine kleine Schwester Hannah. Dafür ist er bereit, alles zu tun und nimmt jeden Job an, der sich bietet. Denn als Schulabbrecher und ohne Ausbildung bleiben ihm kaum Möglichkeiten. Als der Kite-Worldcup nach Sylt kommt, sieht Jonah seine Chance, den Wettbewerb zu gewinnen und das Preisgeld für Hannah zu nutzen. Mitten in der Vorbereitung trifft er unerwartet auf Elisa, die ihn schon vor fünf Jahren fasziniert hat. Doch ihre Leben könnten unterschiedlicher nicht sein. Zumindest auf den ersten Blick…

Rezension

Die Geschichte wird abwechselnd aus Elisas und Jonahs Perspektive erzählt. So bekommt man direkt einen Einblick in ihre Ziele, Wünsche, Sehnsüchte. Und obwohl beide zunächst so gegensätzlich scheinen, sind sie das gar nicht. Beide sind zielstrebig, ambitioniert und haben eine Vorstellung, wie sie ihr Leben leben wollen – nämlich nicht so, wie es jetzt gerade ist. Diesen Struggle kennt glaube ich jeder, was sie gerade so authentisch macht. Zudem sind beide geprägt vom Verhalten ihrer Eltern, was sehr nah erzählt wird und die Handlungen von beiden gut erklärt. Neben Elisa und Jonah tauchen natürlich auch die anderen Charaktere wieder auf, vor allem Leni und Rafe. Neu dabei sind Lou, eine neue Freundin, sowie Hannah, Jonahs Schwester. Beide ergänzen das EMIL-Team perfekt und versprühen einfach gute Laune.

Die Geschichte beginnt prinzipiell auf Sylt und die Urlaubs- und Fernsehvibes sind sofort da. Es ist zunächst eine eher ruhige Geschichte, die erst nach und nach Fahrt aufnimmt. Aber gerade dieses slow burn ist so schön zu lesen und man taucht richtig in die Geschichte ein. Vor allem die Kite- und Schwimmszenen sind spannend und detailliert und zeigen auch zugleich die Verbundenheit der beiden über ihr liebstes Element, das Wasser. Im letzten Drittel nimmt dann der Spannungsgrad nochmal zu, als der Worldcup beginnt. Hier hätte ich mir zwei Details anders gewünscht, was mir zu unrealistisch war bzw. gefehlt hat. Davon ab bin ich mit dem Ende und auch der Auflösung aber sehr zufrieden und man geht mit einem guten Gefühl aus der Geschichte raus.

Sprachlich ist man wieder sofort ab der ersten Seite drin und taucht in die Geschichte der beiden ein. Das Cover nimmt den Stil des ersten Bandes auf und passt von der Farbe her auch perfekt zu Elisa und Jonah. Einfach wunderschön!

Kein Sturm zu nah

Das erste Mal seit einer sehr langen Zeit fühlte sich dieser Sturm nicht bedrohlich an, sondern wie etwas, das mich zurückholte. An einen Ort, an den ich gehörte.

Kein Sturm zu nah, S. 355.

Mein Fazit

Die Geschichte von Elisa und Jonah weckt erneut ab dem ersten Kapitel Inselgefühle und Sehnsucht nach Meer. Ich wäre auf jeden Fall bereit, mich der EMIL² Clique anzuschließen! Elisa und Jonah authentische und ehrliche Protagonist*innen, die sich selbst verloren haben und gemeinsam wiederfinden. On top gibt es auch noch ganz viel Freundschaftscontent und spannende Kiteszenen. Für mich ist der Roman definitiv eine Leseempfehlung wert, schaut euch am besten die ganze Reihe an!

Daher bewerte ich “Kein Sturm zu nah” mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Kein Sturm zu nah
Autor*in: Alexandra Flint
Hier in Deutschland erschienen: Juli 2023
Genre: New Adult
Empfohlen: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7432-1408-8
Seitenzahl der Printausgabe: 480 Seiten
Preis: 15,95€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Loewe Intense Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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