New Adult & Romantik Rezensionen

Was auch immer geschieht #1: Finding Back to Us

Nachdem ich letzte Woche Band 2 der Dulogie mit Teagan und Parker gelesen habe, musste auch der eigentliche Band 1 nicht lange warten. Die Geschichten von Bianca lassen sich einfach wunderbar flüssig lesen. Etwas irritiert hatte mich die Thematik, denn Callie empfindet etwas für ihren Stiefbruder Keith. Wie das umgesetzt wurde und was ich davon halte, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Was ist los, Schwesterchen? […] Hast du mich inzwischen nicht nur aus deinem Leben, sondern auch aus deinem Gedächtnis verbannt?

Finding Back to Us, S. 28.

Worum geht es?

Callie studiert Medizin und kehrt in den Semesterferien seit längerer Zeit wieder nach Hause zurück. Zuhause, das bedeutet ihre Stiefmutter Stella und ihre kleine Schwester Holly. Dort will sie die letzten Sommerwochen verbringen, bevor ihre Schwester zu einer Weltreise aufbricht. Doch nicht nur Callie kommt nach Hause – auch Keith, ihr älterer Stiefbruder, ist wieder da. Und Keith ist der Mensch, den sie am wenigsten wiedersehen wollte. Er ist nämlich verantwortlich für den Tod von Callies Vater, der bei einem Autounfall starb, bei dem Keith am Steuer saß.

Und obwohl Callie alles tut, um Keith in diesem Sommer aus dem Weg zu gehen, und ihm nur Hass und Wut entgegenwirft, merkt sie doch, dass zwischen ihnen beiden eine unheimliche Anziehungskraft entsteht. Wie lang kann Callie dem widerstehen? Immerhin hasst sie ihn nicht nur, sondern er ist auch ihr Stiefbruder…

Die Geschichte wird ausschließlich aus Callies Sicht erzählt. Über Keith erfährt man damit nur das, was sie über ihn denkt oder was er selbst ausspricht. Das macht es schwer, seine Beweggründe nachzuvollziehen, ist aber für das Konzept des Romans auch unerlässlich. Obwohl mir das Setting sehr gut gefallen hat und auch der Schreibstil von Bianca wie immer wunderbar flüssig und leicht zu lesen war, fand ich die Protagonistin leider sehr anstrengend. Mit ihrer starren Einstellung wirkt sie auf mich nicht wie 21, sondern deutlich jünger. Ihre Schwester Holly dagegen wirkt nicht wie eine Highschool-Absolventin, sondern eher wie ein kleiner 14-jähriger Teenager. Alles in allem sind beide Schwestern für mich nicht immer nachvollziehbar gewesen. Ganz wunderbar fand ich dagegen Callies beste Freundin Faye und auch Stella, die beide für mich authentische Charaktere sind. Etwas schade fand ich, dass das Sagen- und Mythenthema nicht noch etwas beibehalten wurde. Das hätte meiner Meinung nach die Geschichte noch etwas individueller gemacht.

Der schwarze Thron

Manche Wunden heilten nie. Und vielleicht sollten sie das auch nicht. Vielleicht brauchten wir den Schmerz, um uns daran zu erinnern, wie wichtig uns die Menschen gewesen waren, die wir verloren hatten.

Finding Back to Us, S. 376.

Mein Fazit

Insgesamt fand ich die Story und auch die Auflösung am Ende passend und ich habe auch definitiv mitgefiebert. Der Schreibstil ist wunderbar und das Buch liest sich flüssig. Leider ging mir Callie teilweise ziemlich auf die Nerven, ebenso wie ihre Schwester. Keith ist dagegen ein mutiger und authentischer Charakter, ebenso wie Faye und Stella. Die Stiefbruderthematik war übrigens dann völlig in Ordnung und auch den Umgang damit fand ich stimmig.

Daher bewerte ich „Finding Back to Us“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Was auch immer geschieht #1: Finding Back to Us
Autor: Bianca Iosivoni
Hier in Deutschland erschienen: Februar 2020
Genre: New Adult
Empfohlen: ab 16 Jahren
ISBN: 3736311192
Seitenzahl der Printausgabe: 448 Seiten
Preis: 12,90 als broschierte Ausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem LYX Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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