New Adult & Romantik Rezensionen

In Love #2: Madly

Madly

Nachdem mich Truly definitiv überzeugen konnte (Rezension), war ich sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe, Madly. Vor allem, da man die Charaktere, June und Mason, bereits in Band 1 kennengelernt hat, wollte ich unbedingt wissen, wie „ihre“ Geschichte wohl ausgeht. Ob mich auch der zweite Teil überzeugen konnte, erzähle ich euch in diesem Beitrag

Jeder trägt auf seine Art jeden Tag eine Maske. Versteckt Teile von sich, verbiegt und verstellt sich. Jeder filtert das heraus, was die Welt sehen darf und wie viel davon.

Madly, S. 177.

Worum geht es?

June ist verzweifelt: sie braucht dringend einen Praktikumsnachweis im Bereich Eventmanagement, da sie sonst ihr Stipendium verliert. Da ihre eigentliche Praktikumsstelle abgesagt hat, bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihr Praktikum in Masons Club zu absolvieren. Doch genau das will sie nicht, denn dort kommt sie Mason viel zu nahe. Und das letzte, was June will, ist eine neue Beziehung. Denn dann ist die Gefahr groß, dass Mason hinter ihr am besten gehütetes Geheimnis kommt…

Mason ist in June vernarrt, seit er sie vor fast einem Jahr das erste Mal gesehen hat. Obwohl er in der Vergangenheit verletzt wurde, möchte er mit June noch einmal einen Neuanfang wagen. Doch June stellt sich quer und so versucht Mason alles, um sie von sich zu überzeugen. Dann jedoch meldet sich sein Vater zurück und fordert von Mason, Verantwortung in der Firma zu übernehmen – und das, obwohl Mason am liebsten jeden Kontakt zu seiner Vergangenheit abbrechen würde…

Rezension

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von June und Mason erzählt. Während man bei June die Gründe schon schnell herausfindet – die ich hier trotzdem nicht spoilern möchte – bleiben die von Mason etwas länger verborgen. Von Beginn an geraten die beiden immer wieder aneinander und es läuft nach einem ähnlichen Schema an: Mason fährt eine Strategie und June weigert sich, darauf anzuspringen, obwohl sie ihn eigentlich mag. Doch ihr Geheimnis steht ihr eben im Weg.

Mason ist dabei – und das hat mich sehr (!) geärgert – meiner Meinung nach definitiv übergriffig, er akzeptiert Junes Absagen nicht und versucht es immer wieder, macht ihr Geschenke und verhält sich insgesamt nicht gerade zurückhaltend. Nun ist es so, dass June ihn ja eigentlich mag, aber wenn sie das nicht tun würde, wäre Masons Verhalten absolut inakzeptabel – und ist es, zumindest für mich, auch so. Vor allem seine Endstrategie, June eifersüchtig zu machen, fand ich einfach nur daneben, ebenso wie den Spitznamen, den er ihr gibt. Dennoch mag ich Mason als Charakter davon abgesehen gern, vor allem seine Vergangenheit und wie er diese reflektiert hat mir gut gefallen. Auch June hat mit ihren Dämonen zu kämpfen, wobei sie jedoch immer noch einigermaßen sympathisch, wenn auch etwas kratzbürstig wirkt. Manche Reaktionen von ihrerseits (mit Donuts werfen? Hallo?) fand ich allerdings auch etwas unpassend.

Die Handlung an sich plätschert die erste Hälfte dahin, Avas Schreibstil macht es aber trotzdem zu einem Vergnügen. Insgesamt passiert einfach relativ wenig. Das ist zwar recht realistisch, aber eben auch etwas… langweilig. Im letzten Viertel passiert dann irgendwie alles auf einmal und endlich kommt das wichtige Thema, nämlich Body Positivity, auf den Plan. Das hätte für mich sehr viel früher kommen können, schade!

Ähnliche Gedanken hat sich übrigens Janika von Zeilenwanderer gemacht. Schaut unbedingt bei ihrer wunderbar aufgebauten Rezension vorbei!

Madly

Die meisten Menschen lachen über Dinge, die sie nicht begreifen können, und glauben, was sie nicht kennen, gäbe es nicht. So lange, bis es sie selbst trifft…

Madly, S. 13.

Mein Fazit

Insgesamt konnte mich Madly also nur mäßig überzeugen. Auch wenn ich die Charaktere immer noch sehr mag, war für mich das Thema einfach zu wenig präsent und auch einige Aktionen von Mason einfach nicht tragbar, wie beispielsweise eben das Nicht-Akzeptieren von Junes Ablehnung. Wer kein Problem mit solchen Dingen hat, findet in Madly allerdings wieder einen wunderbar geschriebenen NA-Roman mit einer sehr wichtigen Botschaft. Ich freue mich übrigens nichtsdestotrotz sehr auf Deeply und hoffe, dass mich der letzte Band wieder mit der Reihe versöhnen wird.

Daher bewerte ich „Madly“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Madly
Autor: Ava Reed
Hier in Deutschland erschienen: September 2020
Genre: New Adult
Empfohlen: ab 16 Jahren
ISBN: 3736312970
Seitenzahl der Printausgabe: 416 Seiten
Preis: 12,90€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem LYX Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht Aktualisiere die Verbindung mit Facebookund ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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