Fantasy & Dystopie Rezensionen

King of Scars #2: Rule of Wolves

Rule of Wolves

Nachdem ich euch vorgestern bereits King of Scars vorgestellt habe, kommen wir nun zum zweiten Band der Dilogie, Rule of Wolves. Ich war beim Lesen auf jeden Fall froh, den zweiten Band schon „parat“ zu haben, da der erste Band mit einem fiesen Cliffhanger endet. Wie mir der Abschluss der Geschichte um den Zaren Nikolai Lantsov gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Eine Info vorab: Die Dilogie „King of Scars“ spielt chronologisch nach Six of Crows und der Grisha-Trilogie. Beginnen sollte man daher mit der „Shadow and Bone“ Trilogie, zwei Jahre nach Band 3 beginnt dann „Six of Crows“. „King of Scars“ spielt ein Jahr nach dem zweiten Band von „Six of Crows“.

Trauer war der Schatten, den Liebe hinterließ, wenn sie verschwand.

Rule of Wolves, S. 281.

Worum geht es?

Nach dem Erlebnis in der Schattenflur ist Ravka immer noch bedroht von Fjerdan, die alle Grisha dem Erdboden gleich machen wollen. Die Chance, den Dämon aus Nikolai zu entfernen, ist fehlgeschlagen. Doch das rückt in den Hintergrund, als Fjerdan wirklich angreift. Denn plötzlich muss Nikolai nicht nur seinen Thron, sondern sein ganzes Land retten.

Zoya dagegen hat in der Schattenflur außergewöhnliche Kräfte bekommen und steht jetzt als Sturmhexe an der Seite ihres Zaren. Doch je länger sie in seinen Diensten ist, umso schwieriger fällt es ihr, Pflicht und Gefühle zu trennen – und das, obwohl ihr die Vergangenheit mehrmals gezeigt hat, dass Liebe nur zum Verhängnis werden kann.

Nina ist nun an Hannes Seite im Haushalt von Jarl Brum, dem Mann, der den Tod ihres Geliebten Matthias zu verantworten hat. Gemeinsam mit ihm und seiner Familie reist sie mitten ins Eistribunal, von wo aus Brum den Krieg gegen Ravka mit befehligt. Doch so nah bei Brum fällt es Nina immer schwerer, sich auf ihre Mission zu konzentrieren. Denn ihr Herz will Rache für Matthias.

Rezension

Auch der zweite Band wird aus den Perspektiven von Nikolai, Zoya und Nina erzählt. Obwohl ich alle Erzählstränge wirklich spannend fand, war mir in diesem Band die Geschichte von Zoya die Liebste, da sie hier viel nahbarer und emotionaler wirkte als in den Bänden zuvor. Trotzdem sind auch Nikolai und Zoya absolute Sympathieträger. Spannend fand ich hier jedoch auch die Antagonisten, allen voran Jarl Brum und den Kronprinzen Rasmus, die beide in Ninas Erzählstrang auftauchen. Zudem begegnet man alten Bekannten aus „Shadow and Bone“ und „Six of Crows“ wieder, was mir ebenfalls sehr gefallen hat.

Die Handlung schreitet rasch voran und es kommt, wie es kommen musste: Fjerdan beginnt den Krieg gegen Ravka. Während es in Band 1 noch mehr um politische Ränkeschmiede ging, stehen nun die Kriegshandlungen im Vordergrund. Die Kriegsführung selbst ist eine Mischung aus halbmoderner Technik und Grishamagie, was ebenso beängstigend wie faszinierend war. Daraus ergibt sich ein sehr hohes Erzähltempo, Schlag auf Schlag folgen neue Katastrophen und Schicksalsschläge, die die ProtagonistInnen meistern müssen. Zwischendrin gibt es immer kurze Pausen zum Durchatmen, in denen man ein wenig mehr Einblicke in die Gefühlswelt der Charaktere bekommt. Diese Abwechslung hat mir besonders gut gefallen. Besonders spannend fand ich, wie sich die drei Erzählstränge ineinander verwoben haben, bevor alles auf das große Finale hinausgelaufen ist. Das Ende war für mich zum Teil wirklich sehr unerwartet und hat vorab auch für einige Schockmomente und Tränen gesorgt.

Der Schreibstil von Leigh Bardugo ist weiterhin absolut großartig, man ist sofort in der Geschichte drin und hofft und bangt mit den Charakteren. Auch das Cover gefällt mir wieder sehr gut, wobei ich die goldene Version von Band 1 einfach subjektiv etwas hübscher fand.

Rule of Wolves

Dieses Land war immer verflucht. […] Vielleicht verdient es einen verfluchten Zaren.

Rule of Wolves, S. 438.

Mein Fazit

Insgesamt war Rule of Wolves für mich ein definitives Highlight. Großartige Charaktere, ein spannendes Setting und eine mitreißende Handlung mit einigen unerwarteten Wendungen. Vor allem das Zusammenspiel der vielen Charaktere hat mir sehr gefallen.

Daher bewerte ich „Rule of Wolves“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Rule of Wolves
AutorIn: Leigh Bardugo
Hier in Deutschland erschienen: Juni 2021
Genre: High Fantasy
ISBN: 978-3426227015
Seitenzahl der Printausgabe: 576 Seiten
Preis: 16,99€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Droemer Knaur Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

2 Kommentare

  • Reply
    21in2021 #wanttoread - Zweites Quartal - Himmelsblau.org
    10 Juli, 2021 at 09:30

    […] und Asche (Rezension) ✓Das Gold der Krähen ✓Rule of Wolves – Thron aus Nacht und Silber (Rezension) […]

  • Reply
    Monthly Read - Juni 2021 - Himmelsblau.org
    25 Juli, 2021 at 08:51

    […] Rule of Wolves von Leigh Bardugo (5 Sterne – Rezension) […]

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