Fantasy & Dystopie Rezensionen

The folk of the air #4: Wie der König von Elfenheim lernte, Geschichten zu hassen

Wie der König von Elfenheim lernte, Geschichten zu hassen

Die „folk of the air“-Reihe war für mich 2019 ein absolutes Highlight. Ich fand die Reihe um Cardan und June absolut großartig und habe mich daher auch sehr gefreut, als ein Sequel dazu angekündigt wurde. In „Wie der König von Elfenheim lernte, Geschichten zu hassen“ wechseln sich zusätzliche Kapitel mit Kapiteln aus Cardans Sicht – die Trilogie ist aus Junes Sicht geschrieben – ab. Wie mir das Sequel gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Bei dem Buch handelt es sich sozusagen um einer „Zugabe“ zur Trilogie. Wenn ihr diese nicht kennt, solltet ihr sie zuerst lesen. Die Rezensionen zu den drei Büchern findet ihr hier:

Da er erst kürzlich damit aufgehört hatte, selbst den Schurken zu geben, musste Cardan erneut an den Pfad der Entscheidungen denken, der ihn an diesen unwahrscheinlichen Ort geführt hat, hierher, wo er mit ihr über den Himmel rast – mit dem Tiel, den Schwierigkeiten ein Ende zu bereiten, statt neue in die Welt zu setzen.

Wie der König von Elfenheim lernte, Geschichten zu hassen, S. 20.

Worum geht es?

Cardan ist das jüngste Kind des Elfenkönigs von Elfenheim – und wird von Beginn an verstoßen und verschmäht. Deshalb versteckt er sich als Kind häufig im Stall, wo er eines Tages auf Aslog trifft, eine Trollfrau, die ihm eine Geschichte von einem Jungen mit einem Herz aus Stein erzählt. Diese Geschichte hört er noch mehrmals in seinem Leben, während er zu einem Jugendlichen heranwächst, sich Freunde sucht und Menschen verabscheut – vor allem June und ihre Schwester Taryn, die als Menschen im Elfenreich nichts zu suchen haben. Bis er feststellt, dass ihm June nicht mehr aus dem Kopf geht…

Rezension

Die Kapitel werden komplett aus Cardans Sicht erzählt, wobei sie einigermaßen chronologisch aufgebaut, aber mit vielen Zeitsprüngen versehen sind. Zudem spielt das erste Kapitel nach der Trilogie, erst danach geht es mit Cardans Kindheit los. Die Kapitel zeigen eindrücklich, wie Cardan zu dem Charakter wurde, der er eben ist: verletzt, gebrochen, aber gleichzeitig widerstandsfähig und eben auch grausam – der böse Prinz von Elfenheim. Bei manchen Kapiteln, vor allem mit Cardan als jüngerem Protagonist, wollte ich ihn regelmäßig gern in den Arm nehmen. Dennoch trifft man auch auf andere bekannte Charaktere, neben June natürlich auch auf Cardans Jugendfreunde: Nicasia, Locke und Valerian. Diese bleiben aber eher Statisten, vor allem, da eben Cardans Entwicklung gezeigt werden soll. Ich hätte mich über etwas mehr Pagetime von und mit Jude gefreut, die leider als aktiver Part nur im ersten und letzten Kapitel auftaucht.

Die Handlung hat keinen großen Spannungsbogen, sondern spielt eher mit den leisen Tönen, was mir an der Stelle aber sehr gut gefallen hat. Vor allem die Geschichte, die Cardan von der Trollfrau erzählt bekommen hat, entwickelt sich über die Zeit und zeigt zugleich auch Cardans Entwicklung an der Stelle. Die Lehre, die sich während des Buchs jedes Mal ändert, zeigt das auch noch einmal deutlich.

Der Schreibstil von Holly Black konnte mich schon in der Elfenreihe überzeugen, das hat sich auch in dem Sequel nicht geändert. Ich mag die Beschreibungen und die Atmosphäre, die dadurch geschaffen wird, sehr. Besonders hervorheben möchte ich an der Stelle, dass das Buch wunderschön illustriert ist. Die Darstellung von Cardan (und June) ist absolut gelungen und die Art und Weise der Gestaltung ist großartig. Ein echtes Schmuckstück im Regal ❤

Wie der König von Elfenheim lernte, Geschichten zu hassen

Cardan hätte der Junge mit dem Herzen aus Stein aus Aslogs Geschichte sein sollen, doch irgendwie hatte er es zugelassen, dass sein Herz zu Glas geworden war. Mit jedem schmerzenden Atemzug spürte er die zerbrochenen Scherben in seiner Lunge.

Wie der König von Elfenheim lernte, Geschichten zu hassen, S. 118.

Mein Fazit

Insgesamt ist „Wie der König von Elfenheim lernte, Geschichten zu hassen“ eine tolle Ergänzung zur folk of the air Trilogie und mit den Illustrationen definitiv großartig gestaltet. Inhaltlich fehlt mir ein wenig mehr Einblick in die Zeit nach der Reihe (und eben Pagetime mit June), doch die Einblicke in Cardans Gedanken und Leben sind für Fans und Liebhaber der Reihe definitiv lesenswert – sozusagen ein Artbook in Kombination mit spannenden Hintergrundinfosrmationen.

Daher bewerte ich „Wie der König von Elfenheim lernte, Geschichten zu hassen“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Wie der König von Elfenheim lernte, Geschichten zu hassen
AutorIn: Holly Black
Hier in Deutschland erschienen: August 2021
Genre: High Fantasy
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-570-16618-5
Seitenzahl der Printausgabe: 208 Seiten
Preis: 18€ als gebundene Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem CBJ Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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