
Seit die Tales of Sylt Reihe bei der FBM im letzten Jahr angekündigt habe, habe ich mich wahnsinnig auf das Buch Kein Horizont zu weit gefreut! Sylt ist einfach eine absolute Herzensinsel für mich und ich war gespannt, wie Lexi die Geschichte von Leni und Rafe dort umsetzen würde. Und so viel vorab: Ich wurde nicht enttäuscht ❤
Ich lasse die Hand sinken und schaue hinaus aufs Meer. […]
Kein Horizont zu weit, S. 14.
Und mein Herz rast immer noch.
Worum geht es?
Leni lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder auf Sylt und macht eine Ausbildung zur Schiffsbauerin. Seit ihrer Kindheit lebt sie auf der Nordseeinsel und ist dort auch eigentlich glücklich. Bis plötzlich Raffael, ihre Jugendliebe, nach fünf Jahren wieder zurückkehrt, um den Wiederaufbau des Familienhotels zu beaufsichtigen. Fünf Jahre, nachdem Rafe bei einem Brand seinen Vater und seinen Bruder verlor – und mit Sylt seitdem so gar nichts mehr zu tun haben wollte, ebenso wie mit Leni. Doch dann bekommt Lenis Vater den Auftrag, eine Schiffs-Bar für das Hotel zu bauen und die beiden müssen zwangsläufig miteinander arbeiten. Und zwischen Meer und Dünen merken beide, dass sie immer noch Gefühle füreinander haben…
Rezension
Lena mochte ich zusammen mit ihrem Vater und Till als Familie sehr, der Zusammenhalt war einfach schön zu lesen und kam auch bei mir an. Irritierend fand ich das Misstrauen des Vaters ggü. Rafe, dessen Grund bis zuletzt irgendwie nicht geklärt wurde. Rafe war zu Beginn eher unsympathisch, das hat sich aber schnell gelegt, sobald man ein wenig mehr über ihn erfahren hat. Ich mochte auch die Rückblenden in die Vergangenheit der beiden, das hat noch mal viel zum Verständnis beigetragen. Dadurch ist die Stimmung zwischen den beiden ebenso authentisch wie mitreißend. Ebenfalls gefallen hat mir die Freundinnen-Clique E.M.I.L., da würde ich mich direkt mit einem Kaffee dazusetzen.
Ich mochte die Stimmung und die Atmosphäre sehr, vor allem die Inselvibes kommen super rüber. Ich war selbst schon mehrmals auf Sylt und hab mich sofort wieder dahinversetzt gefühlt. Auch die theoretischen Abschnitte zum Segeln oder zum Schiffsbau waren spannend, ohne überladen zu wirken. Insgesamt war es wirklich schön, ein wenig vom Gefühl her wie “Green Valley” von Lilly Lucas, weils eben ein eher ruhiges Buch ist und man hier die Zwischentöne mithört. Thematisch hätte es für mich noch etwas tiefer gehen können, trotzdem hat mich die Geschichte der beiden gut unterhalten.
Sprachlich hatte Lexi mich ab dem ersten Kapitel, ich mag ihren Schreibstil seit “Maple Creek” sehr und hab mich gefreut, wieder in eine ihrer Geschichten eintauchen zu können. Das Cover greift die Meer-Thematik auf und ist einfach wunderschön. Toll gemacht! ❤

Lächelnd schaute ich in den Himmel, unzählige Sterne funkeln dort in der Dunkelheit, verloren sich irgendwo am Horizont, jener unerreichbaren Linie zwischen Meer und Firmament.
Kein Horizont zu weit, S. 311.
Mein Fazit
„Kein Horizont zu weit“ weckt ab dem ersten Kapitel Inselgefühle und Sehnsucht nach Meer. Ich wäre auf jeden Fall bereit für einen Kaffee in der Flaschenpost! Rafe und Lena sind zudem authentische und ehrliche Protagonist*innen, die über die Scherben ihrer Vergangenheit hinauswachsen und aus ihren Fehlern lernen. Für mich ist der Roman ein absolutes Herzensbuch und eine Pflichtlektüre für alle, die Second-Chance-Romane mögen und ein wenig „vitamin sea“ brauchen.
Daher bewerte ich “Kein Horizont zu weit” mit
Eckdaten auf einen Blick
Titel: Kein Horizont zu weit
Autor*in: Alexandra Flint
Hier in Deutschland erschienen: Februar 2023
Genre: New Adult
Empfohlen: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7432-1407-1
Seitenzahl der Printausgabe: 480 Seiten
Preis: 15,95€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Thalia*)
*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Loewe Intense Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.
2 Kommentare
Tales of Sylt #2: Kein Sturm zu nah - Himmelsblau.org
30 Juli, 2023 at 19:09[…] Die Tales of Sylt Trilogie kann man unabhängig voneinander lesen, wenn ihr jedoch lieber chronologisch vorgehen wollt, empfehle ich euch zunächst den Beitrag zum ersten Band: Tales of Sylt #1: Kein Horizont zu weit […]
Feels like Christmas - Himmelsblau.org
3 Dezember, 2023 at 16:27[…] Alexandra Flint: Tales of Sylt #1: Kein Horizont zu weit […]