Belletristik & Historisches Rezensionen

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski

Auf Ewa Kalinowski wurde ich sozusagen mit der Nase gestoßen – die Anfrage kam direkt von der Autorin und nach der kurzen Leseprobe war ich gespannt, was mich auf Ewas vorletzter Reise erwarten würde. Wie mir ihr Roadtrip gefallen hat und warum sie überhaupt diese Reise macht, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Ewa Kalinowski war gewissermaßen unvergleichlich. Sie war eigenwillig, ein wenig widerborstig und oft sehr fordernd, zumindest mir gegenüber. Und obwohl sie beinahe vierzig Jahre älter war als ich, würde ich sie heute als eine Freundin bezeichnen.

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski, S. 7.

Worum geht es?

Ewa Kalinowski ist Witwe, hat eine erwachsene Tochter und lebt als geborene Polin mit ihrem kleinen Hund Zizou in Österreich. Sie ist sehr direkt, nimmt kein Blatt vor dem Mund, hat aber ein großes Herz. Als ihr unheilbarer Krebs diagnostiziert wird, nimmt sie sich vor, all die Orte in Europa zu besuchen, die sie noch nicht gesehen hat oder noch ein letztes Mal sehen möchte. Sie verkauft ihre Wohnung, erwirbt ein Wohnmobil und bittet Lukas, der eigentlich ein entfernter Bekannter ist, sie zu begleiten.

Lukas ist Anfang zwanzig, passionierter Kiffer und hat trotz abgeschlossenem Studium keinen festen Job. Ewa hat er durch einen Zufall kennengelernt, sie wohnt in der Nachbarschaft. Er nimmt das Angebot an – und die Reise beginnt, durch ganz Westeuropa reisen die beiden. Und während Ewa ihrem Begleiter einiges über ihre Kindheit in Polen erzählt, stellt Lukas nach und nach seine eigene Lebensweise in Frage. Und so hat das Ziel ihrer Reise, Irland, nicht nur für Ewa, sondern auch für Lukas plötzlich eine Bedeutung…

Die Geschichte wird aus Lukas‘ Perspektive erzählt und ist in kapitelweise in die Stationen der Reise unterteilt. Während Ewa eine sehr aufbrausende Persönlichkeit ist, zeigt sich Lukas – auch durch das Gras – eher ruhig und besonnen. Die Selbstverständlichkeit, mit der Lukas zu seiner Droge greift, fand ich irritierend, aber zugleich hat sie die Geschichte eigentlich erst möglich gemacht.

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski

Man braucht nur eine Insel
Allein im weiten Meer
Man braucht nur einen Menschen
Den aber braucht man sehr.

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski, S. 247.

Mein Fazit

Der Leser weiß natürlich zu Beginn, worauf es „hinausläuft“. Trotzdem ist der Roman sowohl unterhaltsam als auch berührend. Das Ende war für mich nachvollziehbar und irgendwie trotz allem auch ein Happy End. Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski hat mich wirklich überzeugt und zeigt einen kleinen Einblick in die Träume und Wünsche der Menschen.

Daher bewerte ich „Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski
Autor: Regina W. Egger
Hier in Deutschland erschienen: September 2019
Genre: Belletristik
Empfohlen: keine Angabe
ISBN: 3945362598
Seitenzahl der Printausgabe: 268 Seiten
Preis: 12,90€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit der Autorin entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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