Fantasy & Dystopie Rezensionen

Cursebreakers #1: Ein Fluch so ewig und kalt

Ein Fluch so ewig und kalt

Die Cursebreaker-Trilogie wird im internationalen Bookstagram schon eine ganze Weile begeistert gehyped, sodass ich schon eine Weile den deutschen Erscheinungstermin im Blick hatte. Wenn so viele Menschen die Geschichte lieben, ist ja meistens auch was dran. Thematisch geht es grob um eine Beauty-and-the-Beast-Adaption – und doch ist es eine ganz andere Geschichte. Wie mir Teil eins der Cursebreaker-Reihe gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Ich weiß, du hast einen Schwur geleister.
Aber denkst du, er ist das Opfer wert?

Ein Fluch so ewig und kalt, S. 196.

Worum geht es?

Harper lebt gemeinsam mit ihrem Bruder und ihrer krebskranken Mutter in Washington DC. Da ihr Vater die Familie verlassen, aber gleichzeitig jede Menge Schulden hinterlassen hat, muss sich Harpers Bruder auf zwielichtige Geschäfte einlassen. Harper mischt dort nicht mit, steht aber gelegentlich Schmiere. Bei einem dieser Wachaufträge entdeckt sie, wie ein Mann eine scheinbar wehrlose Frau überwältigen will. Kurzentschlossen greift sie ein – und findet sich plötzlich in einer Parallelwelt wieder, dem geheimnisvollen Emberfall. Das Schloss, an das sie kommt, wird nur vom Kronprinz Rhen und dem Mann aus DC – seinem Wachmann Grey – bewacht, weitere Bedienstete oder andere Mitglieder der königlichen Familie fehlen. Das liegt an dem geheimnisvollen Fluch, der über Emberfall liegt und das Schlossgelände zu ewigem Herbst verdammt hat. Harper versucht mit aller Macht, vor den beiden geheimnisvollen Männern zu fliehen und zurück nach DC zu gelangen – bis sie merkt, dass vor allem Rhen schon lange Zeit auf sie gewartet hat…

Kronprinz Rhen wurde von einem Fluch getroffen, weil er sich mit der falschen Person eingelassen hat. Nur ein Mädchen, das ihn aufrichtig liebt, kann ihn vor dem Fluch bewahren. Nach Hunderten Versuchen ist nun der letzte Versuch angebrochen – und ausgerechnet die kratzbürstige Harper fällt ihm vor die Füße. Obwohl Rhen zunächst direkt kapitulieren will, stellt er dann jedoch fest, dass die widerspenstige Harper vielleicht genau die richtige Person ist, um ihn von dem Fluch zu erlösen…

Rezension

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Harper und Rhen erzählt. Ich liebe Harper für ihre Schlagfertigkeit und ihre Kratzbürstigkeit, sie tut immer, was sie möchte und was sie will, ohne sich um etwaige Konsequenzen zu kümmern. Dabei ist sie unfassbar stark. Von Geburt an leidet sie an einer Zerebralparese (Lähmung und Gefühllosigkeit von Körperteilen), was sie jedoch so gut es geht zu überwinden versucht. Lediglich ihre Gefühle für Rhen waren mir manchmal ein bisschen viel „Hin und Her“ – das war zwar nötig für den Handlungsverlauf, aber eben auch etwas anstrengend. Rhen war mir erst ein wenig unsympathisch, je mehr man ihn jedoch kennenlernt, desto mehr schließt man ihn ins Herz. Seine dunkle Vergangenheit ist großartig ausgearbeitet und ich mag ihn sehr für seine „dunkle“ Aura, das macht ihn geheimnisvoll. Wen ich jedoch fast noch mehr mag, ist Grey, den Kommandanten. Der trockene Humor und der immer ironische Unterton machen ihn definitiv sympathisch.

Die Handlung selbst wirkt erst wie ein „Die Schöne und das Biest“ Setting: Ein Madchen kommt an ein verwunschenes Schloss und muss den Schlossherrn vor einem Fluch bewahren, indem sie sich in ihn verliebt. An der Stelle enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon und das hat mir sehr gefallen. Die Geschichte ist definitiv dunkler und auch grausamer als „Die Schöne und das Biest“, was die Handlung nur umso spannender macht. Dazu kommt das Setting von Emberfall, das mir sehr gefallen hat. Es gibt einige magische Aspekte, aber auch viele politische Intrigen und Ränke, die zu verfolgen einfach Spaß macht. Lediglich zwischendrin gibt es für mich ein paar Längen, wo Rhen versucht, politisch tätig zu werden, da habe ich ein paar Kapitel überflogen. Das ist aber auch praktisch mein einziger Kritikpunkt.

Die Sprache von Brigid Kemmerer mochte ich sehr. Ich habe bisher noch nichts von ihr gelesen, mochte aber sowohl die Beschreibungen als auch die Dialoge sehr. Auch das Cover gefällt mir total, es ist nah an das Originalcover angelehnt und wirkt durch die Ranken direkt dunkel und geheimnisvoll.

Ein Fluch so ewig und kalt

Mein Zuhause ist nicht hier.
Mein Zuhause ist Emberfall.

Ein Fluch so ewig und kalt, S. 449.

Mein Fazit

Insgesamt mochte ich den Auftakt der Geschichte sehr. Zwei (oder eigentlich drei) tolle und starke ProtagonistInnen, ein großartiges Setting und eine spannende und teils auch mit unerwarteten Wendungen versehene Handlung machen das Buch zu einem richtigen Lesevergnügen. Von mir gibts definitiv eine Empfehlung und ich bin sehr (!) gespannt auf Teil 2, der zum Glück Mitte Juni erscheint.

Daher bewerte ich „Ein Fluch so ewig und kalt“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Ein Fluch so ewig und kalt
Autorin: Brigid Kemmerer
Hier in Deutschland erschienen: April 2021
Genre: (Urban) Fantasy
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-453-27252-1
Seitenzahl der Printausgabe: 560 Seiten
Preis: 18€ als gebundene Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Heyne Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar!