Fantasy & Dystopie Rezensionen

Cursebreaker #3: Ein Schwur so mutig und schwer

Ich glaube, die Cursebreaker-Trilogie gehört 2021 definitiv zu meinen Fantasy-Highlights. Ich bin so froh, dass die Bände relativ zeitnah hintereinander erschienen sind und man nicht allzu lang auf Folgebände warten musste. Mit Ein Schwur so mutig und schwer endet die Geschichte um Rhen, Harper, Grey und Lia Mara. Wie mir der Reihenabschluss gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Noch ein Hinweis: Es handelt sich hier um Band 3 der Trilogie. Wenn Du die Geschichte noch nicht gelesen hast, findest du hier die anderen Rezensionen:

Für einen kurzen Moment erstarrt sie. Mein Herz macht einen schmerzhaften Satz.
Bestimmt wird sie ablehnen. Es wäre nicht das erste Mal.

Ein Schwur so mutig und schwer, S. 18.

Worum geht es?

Während Grey sich in Syhl Shallow an der Seite von Königin Lia Mara auf den Krieg gegen Emberfall vorbereitet, versucht Rhen, seine Beziehung zu Harper wieder zu reparieren. Seit seiner folgenschweren Entscheidung gegenüber seinem früheren Kommandanten ist die Beziehung der beiden getrübt. Harper ist (zurecht) wütend, während Rhen nur versucht, so zu handeln, dass er der bösen Hexe Lilith entkommen kann – wenn das überhaupt möglich ist… Und so ist Rhen gezwungen, zwischen allen Stühlen um sein Königreich zu kämpfen: Harper traut ihm nicht mehr, seine UntertanInnen sind zutiefst verstört, Lilith weidet sich an seinem Leid. Und dann ist da noch Grey, sein Bruder, der plötzlich auf der anderen Seite des Schlachtfelds steht…

Doch nicht nur Rhen hadert mit seiner Position, auch Grey ist unschlüssig, wie er sich verhalten soll. An Lia Maras Seite soll er nach Ablauf von sechzig Tagen in Emberfall einmarschieren, doch damit zieht er gegen seinen Bruder in den Krieg. Dazu kommt noch, dass die Menschen in Syhl Shallow ihm misstrauen, weil er Magie beherrscht. Ob er damit Lia Maras noch so wackliger Regentschaft mehr schadet als nutzt…?

Zwei Reiche, zwei Brüder und eine bösartige Zauberin stehen kurz vor dem Krieg.
Wer wird siegreich sein und wer wird verlieren?

Rezension

Während Band 1 aus Harpers und Rhens Perspektive geschrieben wurde und Band 2 Grey und Lia Mara im Fokus hatte, wird Band 3 aus allen vier Perspektiven erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. So konnte man alle Sichtweisen verfolgen, bis sich aus den einzelnen Erzählsträngen ein „großes Ganzes“ ergeben hat. Besonders stark fand ich in Band 3 Harper, die trotz allem zu ihren Entscheidungen steht und sich nicht verunsichern lässt. Aber auch Rhen und Grey waren weiterhin tolle, wenn auch ambivalente Charaktere. Einzig Lia Mara, jetzt Königin von Syhl Shallow, kam mir ein wenig blasse vor im vergleich zu den anderen ProtagonistInnen. Grundsätzlich fand ich es aber toll, dass bei allen ProtagonistInnen eine Entwicklung von Beginn der Trilogie bis zum Ende festzustellen war.

Die Handlung orientiert sich an dem drohenden Kriegsbeginn nach Ablauf der sechzig Tage. Man springt immer zwischen Syhl Shallow und Emberfall hin und her, verfolgt die einzelnen Kriegsvorbereitungen und Intrigen und fiebert regelrecht mit, wie das nur alles ausgehen soll. Teilweise ging es dabei auch recht brutal, aber für einen High Fantasy Roman durchaus noch angemessen zu. Einige Plottwists haben definitiv die Spannung hochgehalten, insgesamt ist die ganze Reihe für mich ein echter Pageturner gewesen.

Das Ende und die Auflösung der Geschichte war für mich leider nicht ganz zufriedenstellend. Irgendwie wirkte dann doch alles sehr „einfach“ und definitiv zu schnell erzählt. Hier hätte ich mir ein paar mehr Details gewünscht. Vom Gefühl her war es in etwa so, wie in der letzten Staffel Game of Thrones im Kampf gegen den Nachtkönig – man fiebert ewig darauf hin und plötzlich geht alles ganz schnell. Schade.

Der Schreibstil ist nach wie vor flüssig, die Dialoge unterhaltsam und die Beschreibungen sehr atmosphärisch. Genau so muss High Fantasy sein! Das Cover lehnt natürlich wieder an die anderen beiden Bände an und passt sich optisch definitiv gut in die Reihe ein. Rein farblich gefällt mir Band 1 aber immer noch am besten.

Du hast rein gar nichts ruiniert.
Du hast mich nur davon abgehalten, etwas zu tun,
was ich niemals hätte ungeschehen machen können.

Ein Schwur so mutig und schwer, S. 261.

Mein Fazit

Insgesamt konnte mich auch der Abschlussband der Reihe bis auf wenige Kritikpunkte definitiv überzeugen. Eine spannende Handlung, sich entwickelnde und teilweise auch moralisch nicht ganz einwandfreie Charaktere in Kombination mit einem spannenden Setting – ich bin und bleibe ein Fan der Cursebreaker-Reihe. Lediglich das Ende war für mich nicht ganz zufriedenstellend, trotzdem hat mich auch der Abschlussband gut unterhalten.

Daher bewerte ich „Ein Schwur so mutig und schwer“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Ein Schwur so mutig und schwer
AutorIn: Brigid Kemmerer
Hier in Deutschland erschienen: August 2021
Genre: High Fantasy
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-453-27322-1
Seitenzahl der Printausgabe: 512 Seiten
Preis: 18€ als gebundene Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Heyne Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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