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Partem #1: Wie die Liebe so kalt

Partem #1: Wie die Liebe so kalt

Auf Partem bin ich aufgrund des hübschen Covers auf Instagram aufmerksam geworden. Auch das Setting – das Stehlen von Gefühlen für eine geheime Organisation – klang interessant. Die Autorin kannte ich bis dahin noch nicht, wollte der Geschichte um Xenia und Jael aber gern eine Chance geben. Wie mir die Story um die Gefühlsdiebe gefallen hat, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Gab es tatsächlich ein weibliches Wesen auf dieser Erde,
das sich nicht von Jael einwickeln ließ?

Wie die Liebe so kalt, S. 101.

Worum geht es?

Seit Xenia denken kann, hört sie bei jedem Menschen, den sie berührt, ein bestimmtes Geräusch. Gläserklissen, Tropfen, Windrauschen. Nur bei Jael, dem neuen an der Schule – nichts. Nur tiefe, beruhigende Stille. Doch egal, was Xenia bei einer Berührung auch spürt, wie Jael sich gibt und benibt, verwirrt sie zutiefst. Mal ist er zuvorkommend und freundlich, dann wieder abweisend und kalt. Trotzdem geht er ihr einfach nicht aus dem Kopf.

Jael ist gemeinsam mit vier Mitstreitern in die Stadt gekommen, um Gefühle für die Partem zu sammeln. Dazu entziehen sie Menschen Gefühle, die sie in einem gestohlenen Gegenstand konservieren und dem Partem übergeben. Je mehr sie davon liefern, umso höher steigen sie in der Rangliste auf. Am Ende der Rangliste steht eine große Belohnung. Jael ist bereits auf der letzten Stufe, wenn er diese vollendet, hat er es geschafft. Um sie zu beenden, muss er die höchste Form der Liebe stehlen. Er braucht ein „Ich liebe dich“. Und sein Opfer ist Xenia. Doch je mehr Zeit er mit ihr verbringt, umso mehr stellt er all die gelernten Prinzipien infrage…

Rezension

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Besonders viel Raum nehmen Jael und Xenia ein, außerdem treten aber auch Felix – Xenias bester Freund – und Chrystal, eine von Jaels Mitstreitern, auf. Leider konnte ich bis auf zu Felix zu keinem der Charaktere eine Bindung aufbauen. Die Mitglieder des Partem sind alle extrem sachlich und gefühlskalt, über ihre persönlichen Hintergrunde werden zwar Dinge erzählt, viel bleibt aber im Dunkeln. Und Xenia ist extrem wankelmütig, wodurch sie mir leider eher unsympathisch war. Einzig Felix war mit seinem Familiensinn und seiner Hilfsbereitschaft wirklich ein Goldstück.

Die Handlung dreht sich irgendwie darum, dass die Partem-Mitglieder Gefühle sammeln und währenddessen die örtliche Schule besuchen, auf die auch Xenia und Felix gehen. Dabei kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, einen wirklichen Spannungsbogen gab es für mich aber leider nicht. Zudem bleiben wahnsinnig viele Fragen offen, die hoffentlich in Teil 2 geklärt werden können. Teil 1 endet ziemlich abrupt und lässt einen beim Lesen recht ratlos zurück. Die Beziehung zwischen den ProtagonistInnen ist auch eher verwirrend, dazu kommen so viele Charaktere, die zwar da sind, aber ziemlich blass bleiben, zum Beispiel Geno und Akrom, zwei weitere Partem-Mitglieder.

Sprachliche konnte mich Partem leider gar nicht abholen,. Ich fand es ziemlich anstrengend zu lesen, vor allem, da es sehr viele kurze, elliptische Sätze gab, sodass man beim Lesen immer wieder ins Stocken kam. Dazu kommt, dass die einzelnen Kapitel sehr kurz sind (maximal 5 Seiten), sodass man oft auch verwirrt war, wessen Perspektive man gerade liest. Superschade! Das Cover ist immer noch genial, hilft aber nicht bezüglich des Inhalts.

Partem #1: Wie die Liebe so kalt

Noch immer kämpfte ihr Verstand gegen das Unglaubliche.

Wie die Liebe so kalt, S. 249.

Mein Fazit

Insgesamt finde ich das Konzept des Partem nach wie vor superspannend, leider konnte ich mit den ProtagonistInnen jedoch nicht warm werden und auch die Handlung war bisher leider wenig spannend. Ich hoffe, dass in Teil 2 alle Fragen beantwortet werden und werde auf jeden Fall dran bleiben. Eine Leseempfehlung gibt es hier aber leider nur eingeschränkt.

Daher bewerte ich „Wie die Liebe so kalt“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Partem: Wie die Liebe so kalt
AutorIn: Stefanie Neeb
Hier in Deutschland erschienen: Mai 2021
Genre: Urban Fantasy
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7488-0060-6
Seitenzahl der Printausgabe: 480 Seiten
Preis: 18€ als gebundene Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Dragonfly Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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