Fantasy & Dystopie Rezensionen

Neon Birds #1: Neon Birds

Neon Birds

Obwohl ich Marie auf Instagram schon eine Weile folge, habe ich mich erst jetzt an den ersten Band ihrer Science-Fiction-Trilogie Neon Birds gewagt. Und das lag eben genau am Genre – Sci-Fi und ich, wir sind uns noch nicht ganz einig, ob wir uns mögen oder nicht. Ob Marie das ändern konnte und wie mir Neon Birds gefallen hat, erzähle ich euch heute.

Ich bin nicht das Kind einer Sonne.
Ich bin geboren aus einem Gedanken.
Dem Gedanken Perfektion.

Neon Birds, S. 7.

Worum geht es?

Die Welt im Jahr 2100 ist nicht mehr die Gleiche wie früher, das Ende der Welt scheint nahe: KAMI, kleine Nanoroboter, die eigentlich helfen sollten, Menschen genetisch zu verbessern, haben sich wie eine Seuche ausgebreitet und lassen Menschen zu sogenannten Moja werden, die hirnlos alles angreifen und töten, was ihnen zu nahe kommt. Diese infizierten Menschen werden in Hochsicherheitsarealen eingesperrt, doch immer wieder kommt es zu Schwierigkeiten. Genau dafür gibt es Akademien, an denen Soldaten ausgebildet werden, die Moja oder frisch Infizierte aufspüren und töten. Diese sind auch bitter nötig, als eines der Sicherheitstore versagt…

Rezension

Ausgelöst durch diese erste Katastrophe lernt man beim Lesen nach und nach die unterschiedlichen Charaktere kennen. Dabei wird das Buch aus gleich vier Perspektiven erzählt. Auf der einen Seite stehen Flover und Luke, die beide Studenten sind – und Flover zusätzlich noch ein Geheimagent, aber das nur am Rande. Auf der anderen Seite lernen sich Okijen, ehemaliger Supersoldat, und Andra, eine junge Bogenschützin aus einem der Reservate, kennen und versuchen gemeinsam, dem Grund für diese neuen Sicherheitsprobleme auf den Grund zu gehen.

Besonders spannend fand ich im Roman diese zwei Handlungsstränge, die geschickt miteinander verwoben werden und so die Handlung voran bringen. Die zwischendrin eingestreuten „geheimen Informationen“ von Militär und Regierung habe ich jedoch immer nur überflogen – eine tolle Idee, aber für mich unnötig. Die Charaktere fand ich alle toll und könnte gar nicht sagen, wer mir am Besten gefallen hat. Vielleicht Luke, weil er ein Huhn namens Gerta hat. ❤ Der Schreibstil von Marie ist an sich flüssig, dennoch brauchte ich etwas, um den Weg in die Geschichte zu finden. Vor allem die ersten Kapitel kamen mir etwas wirr und langatmig vor. Kurz hatte ich überlegt, es abzubrechen, aber spätestens ab dem ersten Kapitel aus Andras Sicht war ich voll dabei – und bin es bis zum Ende geblieben. ❤

Das Cover finde ich sehr passend zur Sci-Fi-Thematik (die hier übrigens nur bedeutet, dass es technische Neuerungen und neue Erkenntnisse gibt und in der Zukunft spielt. Im Weltall ist keiner der Protagonisten) und ein wenig musste ich bei den ganzen Lichtern an die Nanoroboter denken. Sehr genial!

Neon Birds

Eine Zivilisation, erbaut auf Plastik und Leichen.
Bin ich hier, um diese Welt zu heilen?

Neon Birds, S. 8.

Mein Fazit

Neon Birds hat mich ein wenig aus meiner Komfortzone geholt und mich mit dem tollen Konzept und den vielschichtigen Charakteren begeistert. Einige Längen zu Beginn waren meiner Meinung nach unnötig und die geheimen Dokumente hätte ich nicht gebraucht, ansonsten freue ich mich schon sehr auf Cyber Trips, der bereits bei mir auf die Lektüre wartet. Und freue mich bis dahin, dank Marie den Weg ins Sci-Fi gefunden zu haben ❤

Daher bewerte ich „Neon Birds“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Neon Birds
Autor: Marie Grasshoff
Hier in Deutschland erschienen: November 2019
Genre: Science-Fiction / Dystopie
Empfohlen: ab 16 Jahren
ISBN: 3404200004
Seitenzahl der Printausgabe: 464 Seiten
Preis: 15€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Amazon*)

Ein Kommentar

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    Das war mein Mai 2020 - Himmelsblau.org
    11 Juni, 2020 at 08:11

    […] Neon Birds – 4 Sterne (Rezension) […]

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