Fantasy & Dystopie Rezensionen

Das neunte Haus

Letztes Jahr habe ich zuerst etwas von Leigh Bardugho gelesen und zwar die Grisha-Trilogie. Schon dort war ich von der Sprachgewalt und Detailverliebtheit der Reihe begeistert. Die weiteren Bände aus dem Universum (Six of Crow & King of Scars) warten hier bereits auf Lesezeit. Als ich jedoch von einer Urban Fantasy Reihe hörte, die an der Yale Universität spielt, war ich sofort Feuer und Flamme. Ob sich meine Vorfreude bestätigt hat? Das erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Der alte Campus war perfekt, ein gewaltiges Viereck aus Steinwohnheimen, die einen großen, sonnendurchfluteten Hof umgaben und alle willkommen hießen – bis die Nacht hereinbrach und die Tore zuschlugen.

Das neunte Haus, 2. Kapitel

Worum geht es?

Galaxy Stern, die sich lieber Alex nennt, wird nach einer scheinbaren Überdosis neben der Leiche ihrer besten Freundin gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Dort bekommt sie das Angebot, nach Yale zu gehen – wenn sie Lethe beitritt, einer Verbindung, die die Machenschaften der anderen acht Verbindungen überwacht. Denn Alex kann Geister sehen und ist damit eine willkommene Verstärkung für Lethe. Also wird sie der Schützling von Daniel Arlington, der von allen Darlington genannt wird, in die Machenschaften der Verbindungen eingeführt und lernt ihren Aufgabenbereich kennen.

Einige Zeit später wird ein Mädchen getötet und Darlington ist nicht mehr da, um Alex zu helfen. Und sie bemerkt als scheinbar Einzige, dass es mehr gewesen sein muss als eine Beziehungstat. Und dass mehr als nur eine Verbindung involviert ist… also macht sich Alex auf, um alles aufzuklären, an ihrer Seite die schüchterne Pammie und der widerwillige Turner, der als Bindeglied zur Polizei fungiert und nicht ganz glauben kann, dass es wirklich so etwas wie Magie gibt.

Die Erzählung wird aus zwei Perspektiven und zwei Zeitebenen erzählt. Zunächst erzählt Alex aus der Perspektive der Gegenwart, dann übernimmt Darlington aus der Zeit, wo Alex als Frischling zu Lethe kam. Die Erzählstränge verknüpfen sich mehr und mehr, bis man schließlich in der Gegenwart ankommt. Die unterschiedlichen Perspektiven, zusammen mit einigen Rückblicken und Alex‘ frühere Vergangenheit machen es zunächst etwas schwierig, der Geschichte zu folgen. Dazu kommen sie vielen Namen der Verbindungen, Skull & Bones, Scroll & Key, Book & Snake, Wolf’s Head, Manuscript und mehr. Doch nach und nach steckt man mitten in den wildesten Verschwörungstheorien und sucht selbst nach dem Mörder und dem Auftraggeber. Mehr als ein Plottwist sorgen dafür, dass es spannend bleibt bis zur letzten Seite – und ich zumindest war bis zum Ende völlig auf der falschen Fährte.

Der schwarze Thron

[Das war] die Gelegenheit, jemand anderem das Wunder zu zeigen, dabei zuzusehen, wie sie erkannte, dass man sie nicht belogen hatte, dass die Welt, die man ihnen als Kindern versprochen hatte, nicht verlassen werden musste, dass es wirklich etwas gab, was in den Wäldern lauerte, unter den Treppenabsätzen, zwischen den Sternen, dass alles voller Rätsel war.

Das neunte Haus, 4. Kapitel

Mein Fazit

Alex Stern ist wie eine Mischung aus Sherlock Holmes (BBC!) und Sabrina (aus der Netflixserie): eine kratzbürstige, widerspenstige Protagonistin, die ihren eigenen Weg geht, ohne Rücksicht auf Verluste. Ich habe Alex sehr ins Herz geschlossen und bin schon unendlich gespannt, wie es weitergehen wird, denn ein zweiter Band ist definitiv angelegt!

Der erste Band ist sprachgewaltig und magisch, teilweise aber auch gruselig und grausam. Ich hatte etwas Schwierigkeiten, um in das Setting hineinzufinden, aber spätestens ab dem fünften Kapitel war ich gefesselt bis zum Schluss von Yale und seinen dunklen Machenschaften. Eine definitive Empfehlung für Fans von Krimis und düsterer Fantasy. ❤

Das war es, was Magie bewirkte. Es enthüllte das Herz desjenigen, der man zuvor gewesen war, bevor das Leben einem den Glauben an das Mögliche nahm. Es gab einem die Welt zurück, nach der sich alle einsamen Kinder sehnten.

Das neunte Haus, 4. Kapitel.

Daher bewerte ich „Das neunte Haus“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Das neunte Haus
Autor: Leigh Bardugho
Hier in Deutschland erschienen: Februar 2020
Genre: Urban Fantasy
Empfohlen: keine Angabe
ISBN: 3426227177
Seitenzahl der Printausgabe: 528 Seiten
Preis: 18€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Droemer Knaur Verlag entstanden. Das E-Book wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

Ein Kommentar

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    Das war mein März 2020 - Himmelsblau.org
    25 April, 2020 at 10:00

    […] Das neunte Haus – 4 Sterne (Rezension) […]

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