Belletristik & Historisches Rezensionen

Erdbeerversprechen

Manuela Inusa ist eine Autorin, die mich seit der Valerie Lane Reihe absolut überzeugt. Ihre Romane sind immer emotional und gefühlvoll, ohne zu übertreiben oder zu dramatisch zu werden. Mit Erdbeerversprechen habe ich zum ersten Mal einen Band aus der Kalifornische Träume Reihe gelesen. Insgesamt sind die Bücher aber alle unabhängig voneinander lesbar :) Das Buch hat mich mit einem superniedlichen Paket mit Erdbeersamen erreicht. Bis die Früchte tragen, dauert es zwar bestimmt bis nächstes Jahr, aber süß war es trotzdem!

Cal hielt ihr seine Hand hin, in die sie ihre legte, als wäre es das Normalste der Welt.
Sie waren wirklich die besten Freunde, die allerbesten, und das durfte ruhig jeder wissen.

Erdbeerversprechen, S. 134.

Worum geht es?

Amanda und Tom wollten mit ihrer Tochter Jane ein perfektes Landleben auf einer Erdbeerfarm verbringen. Doch dann stirbt Tom an Krebs und lässt Amanda und Jane allein zurück. Achtzehn Monate später hat Amanda Schwierigkeiten, die Plantage selbst zu halten und dringt zu ihrer Tochter kaum mehr durch, die ihre Mutter indirekt für den Tod von Tom verantwortlich macht. Beide haben sich so gut wie gar nicht mit ihrer Trauer auseinandergesetzt. Als Amanda sich entscheidet, an einer Trauergruppe teilzunehmen, trifft sie dort auf Carter, der ebenfalls Witwer ist und mit seinen Töchtern Sam und Astor in der gleichen Stadt wohnt. Und je mehr Zeit Amanda mit Carter verbringt, desto präsenter wird in ihrem Kopf das Versprechen, dass sie ihrem Mann gegeben hat…

Rezension

Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt: Amanda und Carter nehmen natürlich eine große Rolle ein, aber auch Jane und die ältere Tochter Sam kommen zu Wort. Alle sind ganz individuell und ziemlich sympathisch, nur Jane fand ich manchmal ziemlich anstrengend mit ihrer „Ich bin gegen alles“ Haltung. Das entwickelt sich aber im Laufe des Romans, sodass sie mir am Ende auch ziemlich sympathisch war. Spannend fand ich hier, dass man die Perspektiven von zwei Generationen gleichzeitig hatte, das kannte ich so bisher noch nicht.

Die Handlung dreht sich natürlich viel um Trauerbewältigung, trotzdem gibt es viele lebensbejahende und schöne Szenen, die einen mit einem guten Gefühl zurücklassen. Die Handlungsstränge laufen lange parallel, bis sie ab der Mitte dann miteinander verflochten werden. Ich hätte mir eventuell ein bisschen mehr Informationen über das Thema Plantage und Kochen/Backen gewünscht, aber auch so war es eine runde Sache. Zwischendrin gab es ein paar kleine Längen, doch vor allem das letzte Drittel verging wie im Flug.

Sprachlich konnte mich Manuela wie immer absolut abholen. Man ist einfach sofort „drin“ in der Geschichte und fühlt sich einfach wohl. Das Cover ist typisch für solche Art von Romanen, trotzdem gefällt mir die Optik mit dem Glanzeffekt gut und vor allem auch die Innengestaltung ist wirklich schön geworden. ❤

Der schwarze Thron

Sie war nervös ohne Ende, doch es war ein kribbeliges, gutes Gefühl,
eins, das hoffentlich nicht so bald wieder verschwinden würde.

Erdbeerversprechen, S. 328.

Mein Fazit

Insgesamt hatte ich viel Spaß mit Erdbeerversprechen und bis auf ein paar Längen und eine etwas anstrengende Tochter kann ich das Buch definitiv empfehlen. Erdbeerversprechen ist der vierte Band innerhalb der Kalifornische Träume, Band 5 mit dem Titel Walnusswünsche erscheint im September.

Daher bewerte ich „Erdbeerversprechen“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Erdbeerversprechen
Autor: Manuela Inusa
Hier in Deutschland erschienen: Februar 2021
Genre: Belletristik
Empfohlen: keine Angabe
ISBN: 3734109760
Seitenzahl der Printausgabe: 416 Seiten
Preis: 10€ als Taschenbuchausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Blanvalet Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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