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Don’t love me

Wer mich etwas besser kennt und gerne liest, dem habe ich bestimmt schon einmal Ophelia Scale empfohlen. Die Dystopie aus der Feder von Lena Kiefer war 2019 eins meiner Jahreshighlights. Da mich vor allem Lenas Schreibstil sehr begeistert, war auch die Lektüre ihrer neuen New-Adult-Trilogie, von der nun der erste Band erschienen ist, Pflicht. Wie mir die Geschichte von Kenzie und Lyall gefallen hat und ob meine Begeisterung genauso hoch ist wie für Ophelia und Lucien, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Es gibt nichts Interessanteres als einen Menschen, der für etwas brennt.
Und der auch noch Talent dafür hat.

Don’t love me, S. 108 f.

Worum geht es?

Kenzie ist seit dem Tod ihrer Mutter mitverantwortlich für die Erziehung ihrer drei jüngeren Schwestern. Und auch, wenn sie das mit viel Liebe und Hingabe tut, kann sie trotzdem nicht widerstehen, als ihr ein Designpraktikum in den schottischen Highlands angeboten wird, noch dazu in dem Ort, von dem ihre Mutter stammte. Also macht sie sich mit Loki, ihrem selbst umgebauten Campervan, auf den Weg in den Norden. Dort trifft sie schnell auf Lyall, den Erben der reichen Henderson Hotelkette, der auf den ersten Blick der größte Mistkerl unter der Sonne zu sein scheint. Doch nachdem die beiden sich immer wieder begegnen, merkt Kenzie, dass hinter der groben Fassade mehr ist als nur das Erbe und die Gerüchte, die überall über ihn erzählt werden…

Lyall kommt nach drei Jahren das erste Mal zurück nach Hause und darf sich in den nächsten Wochen auf keinen Fall etwas zuschulden kommen lassen, sonst ist sein Platz als Erbe der Hendersons in Gefahr. Und auf keinen Fall soll er etwas mit einem Mädchen anfangen, denn eine Beziehung war der Grund, warum er vor drei Jahren fluchtartig die Stadt verlassen musste und ihn nun der ganze Ort verachtet. Als er dann jedoch auf Kenzie trifft, geraten seine guten Vorsätze ins Wanken…

Rezension

Die Geschichte wird abwechselnd aus Kenzies und Lyalls Sicht erzählt. Vor allem Kenzie, die schon sehr jung viel Verantwortung übernehmen musste, hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Ich liebe ihre Schlagfertigkeit und ihre Unangepasstheit sehr und finde es toll, dass sie ein gewisses Selbstbewusstsein in manchen Dingen mitbringt (übrigens ein Punkt, der mich in anderen NA-Romanen oft ärgert!). Aber auch Lyall ist irgendwie sympathisch, wenn es bei ihm auch etwas mehr gedauert hat, mit ihm warm zu werden.

Die Geschichte klingt zunächst sehr verrückt, doch in Anbetracht auf die oberen Zehntausend der Weltbevölkerung kann ich mir gut vorstellen, dass es wirklich noch solch krasse Familien gibt, die ihren Kindern ihr Handeln (und ihre Partnerwahl!) vorschreiben. Gerade dafür liebe ich die „jungen“ Hendersons – Lyall, aber auch Edie und Finlay – sehr. Alle Protagonisten sind individuell und irgendwie besonders. Die Handlung ist spannend und interessant, vor allem die Design-Aspekte fand ich toll zu lesen. Das Ende war mir etwas zu überzogen, aber der Cliffhanger vor Band 2 war natürlich irgendwie notwendig. Hier hätte ich mir von Kenzie mehr „hinterfragen“ gewünscht. Aber vielleicht kommt das ja im Folgeband. ❤

Das Setting in den Highlands hat mich auch sofort überzeugt. Ich möchte jetzt bitte so einen Van wie Loki und dann nach Schottland! Die Atmosphäre der Landschaft und Besonderheiten der Gegend wie regionale Süßigkeiten ziehen einen sofort in ihren Bann. Ich wollte gar nicht mehr zurück :)

Zum Schluss noch ein Wort zum Cover. Ich mag die Gestaltung mit den eher starken Farben sehr und auch die Kombi aus gelbgold und waldgrün gefällt mir. Von der Trilogie gefällt mir das Cover des ersten Bands am besten ❤

Der schwarze Thron

Ich ertrug den Gedanken nicht, dass dieser Kuss alles gewesen sein sollte.
Dass wir nicht mehr voneinander bekommen würden als das.

Don’t love me, S. 165

Mein Fazit

Insgesamt haben mich Kenzie und Lyall definitiv begeistert und ich bin schon wahnsinnig gespannt, wie ihre Geschichte weitergeht! Die Handlung ist authentisch und das Setting einfach nur wunderschön. Dazu kommen tolle Nebencharaktere, die wirklich Spaß machen, und natürlich eine tragisch-schöne Liebesgeschichte. Bitte ganz schnell mehr davon, liebe Lena! ❤

Daher bewerte ich „Don’t love me“ mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Don’t love me
Autor: Lena Kiefer
Hier in Deutschland erschienen: Oktober 2020
Genre: New Adult
Empfohlen: ab 14 Jahren
ISBN: 3570165981
Seitenzahl der Printausgabe: 432 Seiten
Preis: 12,90€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Amazon*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem CBJ Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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