Belletristik & Historisches Rezensionen

Ashington – Verliebt in einen Earl

Ashington - Verliebt in einen Earl

Spätestens seit Bridgerton mag ich historische Liebesromane sehr. Da der neue Roman von Abbi Glines, Ashington, genau das gleiche Thema bedient, war ich natürlich sofort dabei. Dazu kommt noch das wirklich wunderschöne Cover, dass mich zusätzlich begeistert hat. Ob auch der Inhalt überzeugen konnte, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Einst hatte ich das Tanzen geliebt. Als junges Mädchen war ich mit geschlossenen Augen durch den Raum gewirbelt und hatte mir vorgestellt, in den Armen eines gut aussehenden, jungen Prinzen zu liegen, der mit mir in den Himmel hineintanzte. Die Wirklichkeit jedoch sah anders aus.

Ashington – Verliebt in einen Earl, S. 82.

Worum geht es?

Miriam Bathurst reist vom Landsitz ihrer Mutter in die Stadt, um dort einen geeigneten Eheman zu finden, der für sie selbst, ihre Schwester und ihre Mutter sorgen kann. Denn seit dem Tod des Vaters ist die Familie verarmt. In London wird sie von ihrem Onkel und ihrer Tante aufgenommen. Und schon beim ersten Ball trifft sie auf den Earl of Ashinton, der ebenfalls auf der Suche nach einer Ehefrau ist – jedoch aus ganz anderen Beweggründen. Obwohl die beiden erst ziemlich aneinandergeraten, nähern sie sich nach und nach an. Und Miriam muss sich fragen, was Ashington wohl vor ihr verbirgt…

Rezension

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von drei Protagonist:innen geschrieben: Miriam Bathurst, dem Earl of Ashington und Nicholas Compton. Miriam mochte ich als Protagonistin sehr, vor allem, da sie sehr pflichtbewusst und gleichzeitig sehr schlagfertig und selbstbewusst ist. Diese Kombination macht sie unfassbar sympathisch. Ashington konnte ich zunächst nicht ganz einordnen, sobald aber seine Absichten klar waren, war auch er definitiv ein Sympathieträger. Nur Nicholas war für mich mit seiner eher leichtfertigen Art und seinen Rachegedanken nicht ganz so sympathisch, aber für den Twist im Roman natürlich sinnvoll eingesetzt.

Die Handlung erstreckt sich (circa) über eine Ballsaison in London. Die Bälle, Spaziergänge und Veranstaltungen erinnern stark an die Szenen aus Bridgerton, das ist aber gar nicht problematisch, sondern eher wie “nach Hause kommen”. Ich mochte die Dynamik zwischen Ashington und Miriam sehr. Zu Beginn hatte ich eine Art love triangle befürchtet, dazu kommt es jedoch zum Glück nicht. Leider werden die Motive von Nicholas kaum aufgeklärt und auch das Ende des Romans kam für mich sehr überhastet, hier hätten es gern noch 50 Seiten mehr sein dürfen. Die “Lösung” für Ashingtons Probleme finde ich dagegen wirklich schön ❤

Sprachlich konnte mich Abbi Glines definitiv überzeugen, das wird nicht mein letzter Roman von ihr gewesen sein. Auch das Cover finde ich einfach traumhaft schön, es passt super zur Thematik und man hat gleich ein Bild von Miriam vor Augen. Gern mehr davon!

Ashington - Verliebt in einen Earl

In diesem Haus hatte man bisland sehr wenig gelacht, und es war, als würden die Wände diesen neuen Klang sehnsüchtig in sich aufsaugen.
Aber vielleicht wollte auch nur ich das.

Ashington – Verliebt in einen Earl, S. 183.

Mein Fazit

Insgesamt war die Reise ins London des 19. Jahrhunderts wirklich unterhaltsam. Ich mochte die Protagonist:innen alle sehr, hätte mir aber mehr Hintergründe über den Streit zwischen den Brüdern gewünscht. Zusätzlich war der Zeitsprung am Ende ziemlich groß, hier haben mir einfach ein oder zwei weitere Kapitel gefehlt. Wer Bridgerton mochte, wird aber mit Sicherheit auch Ashington ins Herz schließen, von mir gibts definitiv eine Leseempfehlung.

Daher bewerte ich “Ashington – Verliebt in einen Earl” mit

Eckdaten auf einen Blick

Titel: Ashington – Verliebt in einen Earl
Autor:in: Abbi Glines
Hier in Deutschland erschienen: Februar 2022
Genre: Historical Romance
ISBN: 978-3-492-06330-2
Seitenzahl der Printausgabe: 288 Seiten
Preis: 12,99€ als broschierte Ausgabe (z.B. bei Thalia*)

*sponsored post ~ Dieser Post ist in Kooperation mit dem Piper Verlag entstanden. Das Buch wurde mir kostenlos für die Rezension zur Verfügung gestellt. Die Fotos sind selbst gemacht und ich gebe meine eigene Meinung wieder. Mehr dazu findet ihr in meinem Kooperationsstatement.

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